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Field

  • Info
  • Biografie
  • Presse
  • Diskografie
  • Audio/Video

FIELD ist das Quartett des Berliner Saxophonisten Uli Kempendorff. Bis Herbst 2012 war die Band noch als Uli Kempendorff Quartett unterwegs und machte in den letzten Jahren mit zwei CD-Veröffentlichungen auf sich aufmerksam ("Out With It", 2007 phonector und "Louise", 2010 JazzHausMusik). FIELD spielt Kompositionen aus der Feder des Bandleaders, die von Jazz genauso wie der abendländischen Musiktradition und außereuropäischer klassischer Musik und Folklore inspiriert sind. Bei aller Unterschiedlichkeit des Materials, schafft es die Band, etwas von der ungestümen, experimentier- und spielfreudigen Art von Jazz und improvisierter Musik einzufangen, die Berlin seit anderthalb Jahrzehnten ausmacht.

 

Dies kommt nicht von ungefähr- Kempendorff ist Berliner und wurde in der Stadt in den Neunziger Jahren musikalisch bei Konzerten von Schlippenbach mit Evan Parker und von Bodycount mit Ice T sozialisiert. Mit Ronny Graupe spielt er seit 2004 in unterschiedlichsten Projekten zusammen. Graupe kommt aus Chemnitz, wohnt aber seit vielen Jahren in Berlin und gehört als Mitbegründer von Hyperactive Kid zu einem der musikalischen Aushängeschilder von Berlins Avantgarde. Steidle ist seit zehn Jahren Schlagzeuger von Der Rote Bereich, Leiter der legendären Band Soko Steidle und schlicht und einfach einer der interessantesten Schlagzeuger des Landes. Der Däne Jonas Westergaard ist als Mitglied in Bands wie Spoom, dem Marc Schmolling Trio, Tchicai/Lillinger/Westergaard, Christian Lillinger’s Grund und dem Henrik Walsdorff Trio schon lange ein Teil des Sounds, der aus Berlin kommt.

 

FIELD’s aktuelle CD „Let Me Go With You“ (unit, 2013) wurde sehr wohlwollend von der deutschsprachigen Presse aufgenommen und in allen einschlägigen Jazz-Sendungen im Radio gespielt. Im März 2014 spielte das Quartett auf Einladung des Goethe-Institutes in Izmir. Das Konzert wurde vom türkischen Fernsehen mitgeschnitten. Dieses Jahr stehen weitere Konzerte in Zürich, Berlin und München an.

Uli Kempendorff

Tenorsaxophon, Klarinette und Komposition


Aus Berlin, Studium in Berlin (HfM "Hanns Eisler") und New York (CCNY). Er leitet seit 2010 die Konzertreihe Serious Series im SRS, war Gründungsmitglied des Berlin Art Orchestras und arbeitete u.a. mit Uli Gumpert, Tobias Delius, Christian Lillinger, Julia Hülsmann, Gebhard Ullmann, Hendrik Walsdorff, Benjamin Weidekamp, Andrew D´Angelo und Mike Pride. Kempendorff erhielt mehrere Studio- und Förderpreise des Berliner Senats, war DAAD Stipendiat und Preisträger beim JazzConcours in Fribourg, Schweiz.


Ronny Graupe

Gitarre


geboren in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz), Studium an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig (bei Richie Beirach und Christian Röver) und dem "Rytmisk Musikkonservatorium" in Kopenhagen, Dänemark.


1998-2001 Mitglied im BuJazzO unter der Leitung von Peter Herbolzheimer. Gründungsmitglied von "Hyperactive Kid" und Leiter von Ronny Graupes „Spoom“. Ronny Graupe ist auf vielen CDs zu hören, als Sideman und in eigenen Projekten: mit Richie Beirach, Joachim Kühn, Médéric Collignon, Chris Speed, Rolf Kühn, Sławek Jaskułke, Dejan Terzic, Johannes Lauer, Henning Sieverts, Colin Vallon, Patrice Moret, Frank Möbus, Carsten Daerr, Kalle Kalima, Steffen Schorn, Roger Hanschel, NDR Bigband, Tyshawn Sorey, Oliver Steidle, Pablo Held, Jonas Burgwinkel, Robert Landfermann, Jan Roder, Rudi Mahall, Matthias Schriefl, John Schröder, Wanja Slavin…


Seit 2012 Dozent für Jazzgitarre an der Hochschule der Künste Bern, Schweiz.


Jonas Westergaard

Kontrabass


Aus Kopenhagen, studierte am "Rytmisk Musikkonservatorium" in Kopenhagen und lebte von 2001 bis 2003 in New York. 2005 gewann er den Léonie Sonnings Musikfond. 2006 wurde ihm der Dänische Radio Jazzpreis verliehen. Er arbeitete zusammen mit: George Garzone, Tim Berne, Herb Robertson, Oliver Lake, Jens Winther, Michael Blake, Jakob Bro, Kresten Osgood, John Tchicai und vielen anderen. Er ist auf zahlreichen CDs zu hören. Als Bandleader auf der Stunt Records Produktion "Helgoland".


Oliver Steidle

Schlagzeug


Geboren in Nürnberg, Studium in Nürnberg. Steidle ist Bandleiter von "SoKo Steidle" und war Preisträger beim Neuen Deutschen Jazzpreis 2006 mit "Der Rote Bereich" und 2008 (Beste Band und Bester Solist) mit Kalle Kalimas „Prima Kalima“. Er spielt ausserdem mit Alexander von Schlippenbach, Olaf Rupp ("Die Dicken Finger"), Rudi Mahall, Jan Roder, Hendrik Walsdorff, Antonis Anissegos, Frank Gratkowski, Aki Takase, Axel Dörner, John Schröder, Christian Weidner, Matthias Schubert, Hayden Chisholm und Wanja Slavin.

 

 

 

Diese Band, eine Art All-Star-Formation der Berliner Szene, firmierte bislang unter dem Namen „Uli Kempendorff Quartett“. Der Saxofonist und Klarinettist Kempendorff ist auch weiterhin der Leader, der alle Stücke des neuen, dritten Albums geschrieben hat. Doch Gitarrist Ronny Graupe, Bassist Jonas Westergaard und Schlagzeuger Oliver Steidle sind essentiell für seine Musik, denn sie sind allesamt hochrangige Individualisten. Im munteren „Für Gerhard“ gelingt ihnen so was wie Bebop fürs 21. Jahrhundert … Eine ungestüme Spielfreude bricht sich immer wieder Bahn und macht die Musik so anziehend. Hier passiert immer etwas Neues, aber der Hörer wird bei dieser Achterbahnfahrt auf eindrucksvolle Weise mitgenommen.
Rolf Thomas, JazzThing#101

Der Berliner Saxophonist Uli Kempendorff fegt mit seiner Band alle Mauern zwischen Tradition und Avantgarde hinweg … Diese [CD] Musik bedarf nicht vieler Worte zur Beschreibung. Sie soll einfach nur so viel wie möglich gehört werden.
Wolf Kampmann, jazzthetik

FIELD ist eine der vielversprechendsten Formationen der Berliner Jazzszene der letzten Jahre, also nichts weniger als eine (weitere) Super Group der Berliner Jazzszene. Jeder der neun Titel ist ein Mikrokosmos voller musikalischer Einfälle, Höhepunkte und Überraschungen.
Rainer Bratfisch, Jazzpodium 11/13


FIELD zeigen, wie man modernen Jazz spielen muss. Vier bestens aufeinander eingespielte Musiker die dem Nebenmann seinen Raum lassen und dennoch eine kompakte Einheit bilden. Wärmstens empfohlen!
musikansich.de

 

Der Berliner Leader Kempendorff leistet sich mit seiner dritten CD einen fulminanten Spagat zwischen Freeform-Jazz und konkreter Motivik.
musikreviews.de

 

Wenn man jetzt in Berlin (samt Schnauze) wäre, könnte man die Aufforderung im Titel wie folgt kommentieren: „Det wär’ doch nett, nich war!“ Wenn jetzt (fast) jeder dem „Let Me Go With You“ nach einem Konzert oder im Plattenladen Folge leisten würde, wären die Scheiben weg wie die „frischen Brötchen“. Auf dem Berliner Jazz-Spielfeld (Field) steht diesmal ein Quartett um den Komponisten und Tenoristen Uli Kempendorff (auch Klarinetti) mit dem Gitarristen Ronny Graupe, dem Bassisten Joans Westergaard und Oliver Steidle am Schlagwerk. Gute Freunde, die sich künstlerisch verstrauen und auch verstehen, was den Stücken des Bandleaders sichtlich in ihrer Energie und Präzision hörbar wohl tut. Aus den vielen wubbernden, expressiven Blasen, die aus dem quirligen Kunst-Untergrund der Hauptstadt aufsteigen, zeigt FIELD seine Stärken vor allem als ausgefuchste neugierige Band, in der die Soli der Vier nur eines ihrer Mittel zum Zweck gemeinsamen Musikmachens und Forschens sind, da stehen keine Egos im Wege. Von wilden Eruptionen bis zu feinsten Pinselstrichen, getupften impressionistischen Tönen – die Bandbreite der Musik sorgt für Abwechslung. Man sollte sich das mit dem Titel wirklich überlegen!
Concerto, 11-12,2013

Vorsicht, die Deutschen kommen – nicht angst- aber immerhin etwas achtungseinflößend – troyanischer Galopp aus dem Nichts mitten in die aktuelle innovative Jazz-Szene. Nach Wanja Slavin und Christian Lillinger vier weitere verheißungsvolle Musiker aus dem nördlichen Nachbarland; eine hellwach agierende Truppe. Für offene Ohren – unbedingt in FIELD reinhören.
JazzLinks Issue_Schweiz, September 2013

 

FIELD „Let Me Go With You”
Dieses seit knapp einer halben Dekade bestehende Quartett um den Berliner Leader Kempendorff leistet sich mit seiner dritten CD einen fulminanten Spagat zwischen Freeform-Jazz und konkreter Motivik.
Nun könnte man meinen, der Saxofonist sei Dreh- und Angelpunkt dieses Unterfangens, doch nicht selten erweist sich die Rhythmusgruppe beziehungsweise dabei gerade der fantastische Schlagzeuger Steidle als Maulsperren-Garant. Im frühen Schlüsselstück "Vier Himmelsrichtungen" (zwölf Minuten) und während des ähnlich ausgelegten "Lesen und Kämpfen" (man achte hier allerdings auch auf die verschmitzt anmutenden Melodiefragmente) hält er einerseits die materialhaften Beiträge von Saiten beziehungsweise Bläser zusammen, in "Undine" wird dann andererseits zumindest am Anfang fast richtig gegroovt, womit FIELD "Für Gerhard" und "Überschwing" vorwegnehmen, einen rasenden Wiederaufbereiter der frühen Bop-Tradition und einen finalen Spurt an die Limits des handwerklich Mach- (diese Gitarrenlicks!) und Fassbaren (Ohrenbluten allerdings nicht zu befürchten).
Als Songwriter sind FIELD gerade im Bereich Dynamik Experten, wie das angespannte, dann gelöste "Heimspecht" zeigt. "Surcharge" brodelt polyphon vor Spannung und klingt nach Fieber wie Miles Davis in seinen Sturm-und-Drang-Ensembles (auch ohne Trompete), "Melodie" fokussiert auf ähnliche Weise gleich mehrere ebensolche, die man jedoch zuerst mit den Ohren isolieren muss, und "Druffi" (immer feste) darf man mit Fug und Recht als herzliches Motto der Combo auffassen.
FAZIT: FIELD sind Forscherdrang mit rein akustischen Instrumenten und damit praktisch der Inbegriff von Jazz als Geisteshaltung, Spiel und Wagnis ohne Scheuklappen mit akustisch nicht unbefriedigendem oder gewollt intellektuellen, sondern unterhaltsamem Ergebnis, dessen Verantwortliche nicht über Für und Wider von U- sowie E-Musik debattieren müssen.
Andreas Schiffmann, Musikreviews.de

FIELD „Let Me Go With You“

Schräge und abgehackte Stakkato-Soli, in der Gruppe vereint, wunderbar paraphrasiert, lassen neue Klangwelten erschließen. Das Jazzquartett FIELD um den Berliner Saxophonisten Uli Kempendorff – Ronny Graupe (git), Jonas Westergaard (b) und Oliver Steidle am Schlagwerk – gibt auf seinem neuen, knapp einstündigen Album „Let me go with you“ (Unit Records) musikalisch wahrlich alles, alles, geht mit Kempendorffs Kompositionen bis an die Grenzen des Fassbaren. Intellektueller Jazz, eigene Klangkosmen – das ist es, was auf der FIELD-CD „Let me go with you“ geboten wird. Da schrammelt Ronny Graupe, der übrigens auch in Kopenhagen studierte, wie ein Besessener über die Saiten seiner Gitarre, ähnlich wie Westergaard am Kontrabass. Oliver Steidles Schlagzeug treibt meist, mal nimmt es sich bescheiden zurück. Intensiv, ja, eindringlich! 


Bläserschwerpunkt 
Bei alledem liegt der Schwerpunkt der FIELD-Scheibe „Let me go with you“ auf dem Bläser – Uli Kempendorff, der als Bandleader auch die Klarinette bedient. Doch, ach, sein Tenorsax mit wilden Läufen einerseits, zurückhaltendem Wohlklang auf der anderen Seite, eröffnet neue musikalische Perspektiven. Niemand wird’s dem holden Kritiker verübeln, wenn er den „Let me go with you“-Silberling als nicht weniger als meisterhaft bezeichnet. Sollte FIELD sich vielleicht doch etwas mehr der Melodiösität verschreiben? Ein bisschen Mainstream hat sicherlich noch keinem geschadet. Aber sei's drum! Fakt ist, dass die Könner um Uli Kempendorff mit „Let me go with you“ ihre Gefühle nach bestem, fundiertestem Wissen und Gewissen in Töne kleiden, und das aus vollem Herzen. So klingt's und von FIELD könnte noch mehr kommen!

(doem)

 

FIELD „Let Me Go With You“

Bei Field handelt es sich um das Jazz-Quartett des Berliner Saxophonisten Uli Kempendorff. Bis 2012 nannte man sich auch Uli Kempendorff Quartett und veröffentlichte bereits 2 CDs. Seit der Umbesetzung an Bass und Schlagzeug gibt es nun einen 'richtigen' Bandnamen.

Let Me Go With You ist nun die erste Veröffentlichung dieser neuen Besetzung die neben Uli Kempendorff (Tenorsaxophon und Klarinette) aus Ronny Graupe (Gitarre), dem Dänen Jonas Westergaard (Kontrabass) und Oliver Steidle (Schlagzeug) besteht. Alle vier sind trotz ihrer jungen Jahre schon gestandene Profis, die seit vielen Jahren in der deutschen und internationalen Jazz-Szene anerkannt sind. Zahlreiche Veröffentlichungen und Preise mit verschiedenen Formationen geben ein beredtes Zeugnis davon. Dass dies noch keine Garantie für ein herausragendes gemeinsames Musizieren sein muss dürft klar sein. doch diese Befürchtung muss man bei Field nicht haben. Alle vier Spieler harmonieren bestens miteinander und wissen, dass manchmal weniger mehr ist. Alle besitzen herausragende instrumentale Fähigkeiten und dazu gehört eben auch, dem Mitspieler Raum zu lassen. Dies kann man auf Let Me Go With You in Perfektion erleben. Auch wenn alle (sehr überzeugenden) Kompositionen von Uli Kempendorff stammen und er mit seinem Melodieinstrument immer wieder im Vordergrund steht, können doch seine Mitspieler ebenfalls aus dem vollen schöpfen. Fantastisch, wie dies beispielsweise Ronny Graupe mit seinen faszinierend geschmackvollen Gitarrensoli zeigen kann. Bestes Beispiel ist "Für Gerhard". In nicht einmal fünf Minuten mutiert er vom Begleiter zum Solisten bis hin zum stillen Beobachter, wenn Jonas Westgaard und Oliver Steidle das Ruder übernehmen. Dies ist sehr durchdacht und clever arrangiert und zeugt von hoher musikalischer Reife. So macht das Zuhören durchgehend Spaß, denn man kann nie sicher sein, was als nächstes passiert. 
Field zeigen, wie man modernen Jazz spielen muss. Vier bestens aufeinander eingespielte Musiker die dem Nebenmann seinen Raum lassen und dennoch eine kompakte Einheit bilden. Wärmstens empfohlen!

Ingo Andruschkewitsch, Musik an sich

 

 

Jazz Thing 99 / 2013 - Wolf Kampmann

 

 

Konzertkritik zum Auftritt im Jazzclub Heidelberg/Deutsch-Amerikanisches Institut, am 1.3.2012 in der Rhein-Neckar-Zeitung:
"Berlin hat eine sehr reiche Jazzszene, und das Uli Kempendorff Quartett, das nun beim Heidelberger Jazzclub im DAI gastierte, gehört zu den viel versprechendsten jungen Formationen. Umso schöner, dass die vier Musiker einem avanciertem Ideal verpflichtet sind, das Verwegenes mit Gutklingendem spannend verbindet.(...)
In unaufgeregter Eleganz ließ der Bandleader seine Soli farbenintensiv strömen. Schlagzeuger Oliver Steidle, mehrfach ausgezeichneter Preisträger des Mannheimer Jazzpreis, ist ein Derwisch an seinem Instrument: facettenreich pulsierend, polyrhythmisch komplex ließ er seine Schlagzeugfolgen auf Felle und Becken niederprasseln. Zusammen mit Jonas Westergaard am Kontrabass ergab sich ein sehr offen gestaltetes Quartettspiel, das Auflösungen von Harmonik und Metrik ebenso liebt wie freies Navigieren zwischen gemeinsamen Beschleunigungen und Verlangsamungen(...). Ein Quartettspiel, das bei allen Freiheiten immer den Blick für die Querverbindungen und spanndenden Verflechtungen wahrt."
Rainer Kohl, Konzertkritik zum Auftritt im Jazzclub Heidelberg/Deutsch-Amerikanisches Institut, am 1.3.2012 in der Rhein-Neckar-Zeitung:


CD-REVIEWS

zu “Louise” (2010 JazzHausMusik, Köln)

Der Berliner Saxophonist Uli Kempendorff fegt mit seiner Band alle Mauern zwischen Tradition und Avantgarde hinweg. Von den ersten Klängen an nimmt diese CD gefangen. Kempendorff kann schreiben.  Alles an dieser CD stimmt, nichts ist zu perfekt. Vor allem entbehrt die Band jeglicher Verortung. Diese Musik ist so interurban, wie es nur irgend geht. Mit ein wenig Fantasie käme man vielleicht darauf, dass es sich hier um ein Berliner Quartett handelt, aber diese Musik passt ebenso gut zu London, Paris, Amsterdam, New York, San Francisco oder Tokio. Gerade dieses Gefühl von Undefinierbarkeit im besten Sinne macht die besondere Qualität der neuen Berliner Jazz Szene aus. Ein kosmopolitisches Idiom, das einen lebendigen Kontrapunkt zur merkantilen Globalisierung setzt. Diese CD bedarf nicht vieler Worte zur Beschreibung. Sie soll einfach nur so viel wie möglich gehört werden.

Wolf Kampmann, Jazzthetik, 01-02/2011

Diese Musik lässt kaum einmal Déjà-vu-Erlebnisse entstehen, insgesamt eine Wohltat für das sensationshungrige Jazzhörerohr und ein Zuwachs zur deutschen Jazzszene, der Hoffnungen keimen lässt.

Benno Bartsch, Jazzpodium 06/10

Das zuletzt gehörte Stück hat Kempendorff "Surcharge" getauft, zu Deutsch "Zuschlag". Und wirklich gab es hier über das übliche Mass hinaus besonders viele gute musikalische Ideen, wie überhaupt auf der gesamten, vom ersten bis zum letzten Ton hörenswerten CD.

Jazztime, BR Klassik am 17.5.2010 mit Henning Sieverts


Hier ist eine CD, die man mit großem Vergnügen entdeckt und anhört. Das Quartett um den Saxophonisten Uli Kempendorff bietet mit Louise ein Universum an, das zwischen Klassik und Moderne navigiert, während es sicher im Jazz verankert bleibt. Aber Achtung, es ist ein Jazz, der größtenteils auf Energie basiert und mit wirksamen und sehr direkten Kompositionen  serviert wird. Diese, bis auf Hanns Eislers Rosen alles Stücke Kempendorffs, bieten viel offenen Raum für Entfaltung. Dieser wird vor allem vom Saxophonisten genutzt, der großen Facettenreichtum zeigt und ein großes Feld an Möglichkeiten. Diese CD ist meiner Meinung nach ein Debüt, dass die originelle Stimme Uli Kempendorffs zeigt, weit entfernt von allen derzeitigen Klischees."

Pierre Villeret, http://www.macao.fr, actualités du jazz


An dieser CD kann man die Kraft der Berliner Jazzszene ermessen, wo sich kosmopolitische Einflüsse vermischen mit dem amerikanischen Traum, unbeschwerter Kreativität und der legendären deutschen Strenge. Man kann all das in der Musik Uli Kempendorffs finden. Dieses Quartett erforscht bekannte aber wirksame Instrumentenkombinationen (Gitarre/Holzbläser) in Kompositionen, die jeder Monotonie aus dem Weg gehen und die Aufmerksamkeit des Zuhörers von Anfang an fesseln durch Solisten, die einen reichen Diskurs  miteinander entwickeln. Zum Entdecken.

www.culturejazz.net, CDs : collection printemps 2010


Bei Kempendorff hat man das Gefühl, das Saxofon spreche 50 verschiedene Sprachen und ebenso viele Dialekte. (…) Dieses Quartett spannt ein Netz, das den Zuhörer ohne Zweifel einfängt. Dieses gelingt nicht zuletzt durch das Talent des Bandleaders und durch die Energie und Kraft der Kompositionen.

Jean-Marc Gelin, Les Dernières Nouvelles du Jazz, www.lesdnj.com, July 2010


In der überschäumenden Zu-viele-CDs-Welle weltweit gegenüber der ja winzigen Hörergemeinde der noch Zuhörenkönnenden ist Euer "Out with It”-Gedanke ein sehr angenehmer und überzeugender Leuchtpunkt. Gebannt von einer "line" ist man schon auf die nächste gespannt. D.h. man ist mittendrin und möchte nicht so schnell wieder raus..., denn Ihr habt was zu erzählen, und zwar was Seltenes:
Jazz-Substanz...

Ernst-Ludwig Petrowsky zu “Out with It” (2007, phonector)


Kempendorffs improvisatorische Linien zeigen sich mit durchdachtem Einfallsreichtum unter jeder Vermeidung sich endlos wiederholender stereotyper Phrasierungen. Seine satte Tongebung lässt viele Einflüsse modernen Tenorsaxophonspiels, wie auch hohe Individualität erkennen. Das Quartett
besticht zudem durch sein beispielhaft dichtes Zusammenspiel..."

Jazzpodium, 06/08

tl_files/beispielseite/content/Diskografie Fotos/Field/FIELD FRONT.jpg Let Me Go With You 2013 unit Records
Louise Louise 2010 JazzHausMusik
Out With It Out With It 2007 phonector

Uli Kempendorff

Tenorsaxophon, Klarinette und Komposition

 

Ronny Graupe

Gitarre

 

Jonas Westergaard

Kontrabass

 

Oliver Steidle

Schlagzeug

Rolf Kühn Unit

  • Info
  • Biografie
  • Presse
  • Diskografie
  • Audio/Video

Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach den magischen Gesetzen des Jazz. Was sie finden, gleicht einem in dichter Interaktion geborgenen Erfahrungsschatz. Musikalische Weisheit verbindet sich mit frischen Ideen, Wagemut mit Reife. Rolf Kühn, der Grandseigneurs der Jazzklarinette verbündet sich mit drei der talentiertesten Musiker nachfolgender Generationen. Wie nur wenige Ensembles demonstriert diese Spielvereinigung geradezu beispielhaft und mit einer faszinierenden Bühnenpräsenz das Band der Generationen im Jazz.

Ein deutscher Jazzmusiker von Weltformat, das war und bleibt eine ganz rare Ausnahme. Der Klarinettist Rolf Kühn gehört zu dieser Königsklasse. Und auch in anderer Hinsicht zählt er zu den "Ausnahmekünstlern": Wie keinem anderen gelang es ihm, auf seinem Instrument einen Ton zu entwickeln, der in unterschiedlichen Stilbezirken völlig unverwechselbar bleibt - warm, rund und vollendet. Rolf Kühn hat die gesamte Geschichte des Jazz assimiliert. Als einer der ersten deutschen Jazzmusiker fand er schon in den fünfziger Jahren im Ursprungsland des Jazz, in den USA, gebührende Anerkennung. Er war an der Seite von Benny Goodman zu hören, leitete zeitweilig sogar dessen Orchestra, und entwickelte, inspiriert von Buddy DeFranco, einen gänzlich eigenen, modernen Ausdruck auf der Klarinette. Rolf Kühn hat mit der Crème de la Crème des Jazzrock, mit Chick Corea, Dave Liebman, Michael und Randy Brecker, mit musikalischen Freigeistern wie Lee Konitz, Albert Mangelsdorff und Ornette Coleman gespielt und lässt sich vor diesem weit gespannten Erfahrungshorizont auch heute noch beständig auf neue Spielabenteuer ein. Darin gleicht er seinem Bruder, dem Pianisten Joachim Kühn, mit dem er immer wieder in wechselnden Spielzusammenhängen zusammentrifft.

Der Gitarrist Ronny Graupe, der Kontrabassist Johannes Fink und der  Schlagzeuger Christian Lillinger zählen zu den heute profilprägenden Musikern der Berliner Szene und sind für Rolf Kühn in einem langfristig angelegten Spiel- und Arbeitsprozess zu gleichberechtigten Partnern geworden. Dabei fließen auch in anderen Spielzusammenhängen gewonnene Erfahrungen ein. Christian Lillinger leitet die Band "Christian Lillingers Grund" und spielt gemeinsam mit Ronny Graupe in der Kultband "Hyperactive Kid". Ronny Graupe arbeitet in seinem Trio "Spoom" mit Jonas Westergaard und Christian Lillinger zusammen. Und Johannes Fink ist aktuell unter anderem mit "Erdmann 3000", "Aki Takase and the Good Boys", "Claudio Puntin & La Dolce Vita" sowie "Der Moment" unterwegs.

Rolf Kühn Unit entfalten spontane Kreativität, verbinden musikalische Freiheit mit Sinn für Form und reife Musikalität mit vitaler Spielfreude. Dabei profitieren die Jüngeren vom musikalischen Erfahrungsschatz des Altmeisters, der sich seinerseits von der ungebremsten Energie seiner Bandmitglieder beflügeln lässt.

Rolf Kühn

 

geboren 1929 in Köln, aufgewachsen in Leipzig

bereits mit acht Jahren Studium Klavier, Musiktheorie und Kompositionslehre
bei Musikdirektor Arthur Schmidt-Elsey in Leipzig, mit zwölf Jahren Beginn des
Klarinettenstudiums bei dem Gewandhaus-Klarinettisten Hans Berninger
ab 1948 Saxophonist und Klarinettist bei der Bigband des Senders Leipzig
(Ltg.: Kurt Henkels)

1950-1956 als 1. Saxophonist im RIAS-Tanzorchester (Ltg.: Werner Müller),
parallel Auftritte mit erster eigener Jazz-Gruppe


 

1956 erste Auftritte in den USA, u. a. als Bandleader und Klarinettist 
für Caterina Valente

Gewinner der europäischen Jazz Polls der Jahre 1954-1962 als „bester Klarinettist“


 

1957 Auszeichnung als "Clarinet New Star" mit dem "Down Beat"-Poll

Bekanntschaft mit John Hammond (Benny Goodmans Schwager und Entdecker), der ihm ein eigenes Quartett zusammenstellte. Auftritte u.a. im New Yorker "Birdland", im „Blue Note“ (Chicago) und beim "Newport Jazzfestival" – u.a. mit John Coltrane, Cannonball Adderley, J.J. Johnson, Chet Baker, Zoot Sims…


 

1958 – 1960 Mitglied der Benny-Goodman-Band, schließlich Bandleader bei dessen Abwesenheit



Solo-Klarinettist als Nachfolger von Buddy DeFranco im Tommy-Dorsey-Orchestra



1962 – 1968 Leiter des NDR-Fernsehorchesters in Hamburg 



1967 als Saxophonist beim Gastspiel der Hamburgischen Staatsoper mit Gunter Schullers Oper "The Visitation" an der Metropolitan Opera, New York
Auftritt beim "Newport-Festival" mit Jimmy Garrison, Aldo Romano und Joachim Kühn – daraufhin Album ("Impressions of New York") für "Impulse!"

in gleicher Besetzung 
Deutschland- / Österreich-Tournee mit Friedrich Gulda
, Südamerika-Tournee mit den German All Stars im Auftrag des Goethe-Instituts
 Südafrika- und UdSSR-Tournee mit Horst Jankowski
. Zahlreiche Aufnahmen für das Label MPS (u. a. mit Albert Mangelsdorff, Daniel 
Humair, Palle Danielson, N.H.O. Petersen, Randy Brecker, Chick Corea, Joachim Kühn)



Seit 1968 neben Kompositionsaufträgen für TV Engagements als Musikalischer Leiter 
für zahlreiche Uraufführungen und Deutschsprachige Erstaufführungen u.a. am Thalia-Theater und Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, Schlossparktheater Berlin, Theater an der Wien und am Berliner Theater des Westens


Musikalischer Leiter der Festaktivitäten am Großen Stern zur 750-Jahr-Feier Berlins
, Musikalischer Leiter der offiziellen 700-Jahr-Feier der Schweiz



 

Kompositionsaufträge u.a. für Sabine Meyer, Eddie Daniels (EMI),
für die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker (Teldec / EMI)
Crossover -Kompositionen für Symphonieorchester und Jazzgruppe


 

Seit 2007 regelmäßige Auftritte mit seinem Quartet "Rolf Kühn Unit"
(Ronny Graupe, Johannes Fink und Christian Lillinger gehören zu den spannendsten
Musikern der aktuellen Berliner Jazzszene), das man mit Fug und Recht als innovativste generationsübergreifende Besetzung im deutschen Jazz bezeichnen kann. Mittlerweile zwei CD-Produktionen in dieser Besetzung.

 

2009 – Verleihung der Ehrenurkunde des Preises der deutschen
Schallplattenkritik für das Lebenswerk
„Clarinet Bird – Rolf Kühn Jazzgespräche“ die Biographie von Autorin Maxi Sickert
erscheint (ISBN 978-3-938763-10-0)

 

2011 – Verleihung des  ECHOJazz 2011 für das Lebenswerk

(gemeinsam mit Bruder Joachim Kühn)
Auftritt im Quartett beim Deutschen Jazzfestival Frankfurt mit Joachim Kühn, John Patitucci und Brian Blade – CD-Produktion mit gleicher Besetzung zum 50jährigen Jubiläum von "impulse!", Titel „Lifeline“ (VÖ: 2012, Universal, impulse)

Rolf Kühn überwindet spielend alle Grenzen. Die Musik mit den jungen Bandkollegen Johannes Fink, Ronny Graupe und Christian Lillinger ist gegenwärtig, im wahrsten Sinne des Wortes. Die Musiker befinden sich kompromisslos im Moment des Spiels, ihre Musik wandelt sich von swingenden Klängen zu hypermodernen Großstadtsounds, von klanglicher Wärme zu energetischen Ausbrüchen, im ständigen Dialog der Musiker miteinander. Staunend nimmt der Zuhörer die gelebten Möglichkeiten der Musik wahr, variantenreiche und neuartige Klänge, mit ihnen verwebte Rhythmen, höchste Virtuosität im Wechsel mit der Reduktion auf die Essenz dessen, das gesagt wird.

Aus dem Programmheft zum Jazzfest Bonn 2013

 

Jazzfest Bonn 2013: Kühn ging ran, wie man ihn kennt: Kurze, treibende, aggressive Vorstöße, Soli, die das Letzte aus der Klarinette holen. Tri-O, das ist der überragende Gitarrist Ronny Graupe, der jeden Angriff Kühns aufnahm und atemberaubend weitertrieb, der virtuose Multiinstrumentalist Johannes Fink und Christian Lillinger, der wirbelnde junge Wilde am Schlagzeug. Ein starker Auftakt zum Jazzfest Bonn.

Bonner Generalanzeiger, 5.5.2013

 

Jazzfest Bonn 2013: Songs wie „Lion’s Speech“, „Auf Tauris“ oder „Rolf’s Speech“ nehmen wenig Rücksicht auf zarte Gefühle, präsentieren sich durchdichte und vertrackte Arrangements kompromisslos expressionistisch und kantig, wollen herausfordern und scheinbar keine Ruhe geben. Aber gerade darin liegt ihre Spannung und vor allem eine unbändige Kraft.

Kölnische Rundschau, 4.5.2013

 

Jazzfrühling Kempten 2013: Selten erlebt man ein Ensemble, das derart energiegeladen, ja geradezu explosiv zeitgenössischen Jazz aufkocht. In guter Bachscher Polyphonie-Manier zogen die Instrumentalisten gleichberechtigt ihre Kreise. Generierten komplexe vierstimmige Stücke, sprengten die Grenzen von Tonalität, gewöhnlicher Rhythmik und Harmonik. Lärmten, flüsterten, erzeugten Geräusche. Bisweilen gerieten sie fast in Ekstase. Dann flogen schon mal die Sticks von Schlagzeuger Christian Lillinger durch die Luft, und Johannes Fink riss beinahe die Saiten seines Basses heraus. Irre! Kein Wunder, dass sie die Zuschauer mitrissen.

Lindauer Zeitung, 2.5.2013

 

Jazzfrühling Kempten 2013: Knallharter Free Jazz vom Feinsten.

Kreisbote, 3.5.2013

 

Jazz Baltica 2012: Mit Ronny Graupe an der Gitarre, Johannes Fink am Kontrabass und Christian Lillinger am Schlagzeug hat Rolf Kühn eine Band zusammengestellt, die einen so vitalen, komplexen, flamboyanten und mitreißenden Jazz spielt, 

wie er selten zu hören ist. Diese Musik ist unberechenbar und gleichzeitig elegant, humorvoll und gleichzeitig unverkrampft ambitiös, beseelt und gleichzeitig von zupackender Energie. Der französische Bassklarinettist Louis Sclavis fügte sich überraschend nahtlos in dieses hermetisch erscheinende Ensemble ein. 

Keine kleine Leistung fürwahr. Kühns Ton steht immer noch voller Wärme 

und Strahlkraft im Raum. Da ist kein Schwanken, keine Instabilität, keine Intonationsunsicherheit zu vernehmen, da ist nur dieser gereifte, in Schönheit stehende Ton. Zum Abschluss also ein jazzmusikalisches Ereignis!

Jazzpodium 9/2012

 

Ein echtes Juwel improvisierter Musik, gemischt aus Neugier, Erfahrung, 

Weisheit der Jahre, generationsübergreifender Offenheit und dem Zauber 

intuitiver Spontaneität.

Jazzzeitung 5/2009

 

Vor einigen Jahren gründete Kühn mit jungen Berliner Musikern erstmals seit Jahrzehnten wieder eine stehende Band, mit der er nun im Porgy & Bess brillierte. Selten haben sich juvenile Subversion und aufgeklärte Altersreife im Jazz so glückhaft ergänzt.

Der Standard, 17.12.2009

 

ENJOY JAZZ: Für die vielleicht größte Überraschung des Programms sorgte ein Altbekannter, der 81-jährige Rolf Kühn, der mit TRI-O eine unfassbar gute junge Berliner Begleitband um sich geschart hat. 

Die vier Musiker gehören zum Aufregendsten, was in den letzten Jahren auf deutschen Bühnen zu sehen und zu hören war. Johannes Fink am Bass, Ronny Graupe an der Gitarre und Christian Lillinger am Schlagzeug sind auf handwerklich herausragendem Niveau geerdet und dabei in ihrem zu jeder Zeit unkonventionellen Spiel von einem berstenden Druck, der geeignet ist, Hörgewohnheiten nachhaltig zu verändern. Allein Lillinger mit seiner filigran polyrhythmisch grundierten, klangästhetisch aber bisweilen fast an einen Punk-Schlagzeuger erinnernden brachialen Gewalt riss immer wieder kreativ zu befüllende Löcher auf, in die sich 

das Ensemble kongenial und vollkommen egalitär mit einer Entdeckerlust stürzte, 

die tatsächlich einen komplett klischeefreien Abend ermöglichte. Einen Abend, 

der dem ebenso kenntnisreichen wie begeisterten Publikum vieles abverlangte, 

um ihm dafür umso mehr zu schenken … 

Was Kühn auf die Bühne zauberte, war höchste technische Ökonomie gepaart mit der vollkommenen Freiheit des Ausdrucks … Dieses Konzert war nicht weniger als ein magisches Ereignis.

Jazzpodium, 12/2009 – 1/2010

 

Rolf Kühn und TRI-O bei Enjoy Jazz: Ein Quartett, in dem vier herausragende Musiker ein mit- und hinreißendes Konzert spielten.

Jazzblogger, 24.10.2010

 

Jazz Baltica 2011: Auch in diesem Jahr waren wieder musikalische Sternstunden zu erleben. Das Rolf Kühn TRI-O steht exemplarisch für die Erneuerung des Jazz aus sich selbst heraus. Der 81-jährige Grandseigneur der Jazzklarinette, dem sich schon Benny Goodman nicht verweigern konnte, führte in seiner Band die Generationen zusammen und kreierte eine irisierende Musik, die mit vollendeter Fabulierkunst zu Herzen ging. 

Kulturmagazin Unser Lübeck, 6.7.2011

 

Jazz Baltica 2011: Umjubelter Auftritt! 

Schleswig Holsteinischer Zeitungsverlag, 4.7.2011

 

Jazz Baltica 2011: Taufrische, springlebendige Musik, virtuos komplexe Kompositionen.

Jazzpodium 9/2011

 

Das gemeinsame musikalische Miteinander beeindruckte. Verrückteste Soli auf jedem der vier Instrumente und sensibles Zusammenspiel wechselten in schneller Folge. Diesen Jazzabend wird man so schnell nicht vergessen.

Märkische Allgemeine, 10.12.2011

 

„Close up“ lebt vom reizvollen Kontrast zwischen klaren Groove-Absprachen und der lustvollen Pulverisierung derselben. Das geschieht aber nie gewaltsam, sondern fast immer so vorsichtig tastend, fragend, aber gleichzeitig auch souverän wie Kühns klar konturiertes, warmes Klarinettenspiel.

Rondo, 10/2009

 

The music sounds so fresh and full of musical wonder, as if a child discovers a new world and watches it full of perplexity and admiration. 

Free Jazz Blogspot, 11/2009

 

Rolf Kühn und TRI-O beim Jubiläum des Darmstädter Jazzinstituts:

Ein packender Austausch von Ideen, welche die Jazzgeschichte und die Gegenwart dieser Musik gleichermaßen reflektieren. Christian Lillinger, dieser hyperaktive Drummer mit seiner unorthodoxen, gleichwohl hoch dynamischen Schlagtechnik, Ronny Graupe, der wie ein Thelonius Monk der Gitarre nach Tönen und Akkord- verbindungen sucht, die es gar nicht gibt, schließlich Johannes Fink, dem die schweizerische Uhrwerksruhe eines Ron Carter, der singende Ton eines 

Oscar Pettiford und der rumorende Klang eines Charles Mingus geläufig sind.

F.A.Z., 6.10.2010

 

Rolf Kühn hat sich mit drei sehr jungen Berliner Jazzmusikern zusammengetan, 

die derzeit als die Speerspitze des zeitgenössischen Jazz in Deutschland gehandelt werden. Ronny Graupe, Johannes Fink und Christian Lillinger könnten Kühns Söhne sein, ja vielleicht sogar seine Enkel. Er spielt mit ihnen auf Augenhöhe, und genau das macht das Reizvolle und Herausfordernde aus.

hr2 Kultur, 11.12.2010

 

Umjubeltes Abschlusskonzert: Was Rolf Kühn und TRI-O boten, war Jazz, der allein schon durch die Freude der Musiker am Spielen überzeugte. Souveränität und Frische, hellwache Interaktionen und überzeugende Improvisationen zogen sich durch den Abend. Johannes Fink versetze seinen Bass in einen entrückenden Erzählstrom und Christian Lillinger löste mit seinem Schlagzeug Eruptionen aus.

Märkische Allgemeine, 27.7.2010

 

Berlin-New York-Festival in Brooklyn: Rolf Kühn & TRI-O forged a path blending ‘50s cool jazz with contemporary sounds … (they) confirmed that the facility for creating worthwile jazz is still fully functioning.

all about jazz, 1/2011

 

European Jazz Jamboree: Kühns beseeltem Spiel schließen sich die Youngsters 

Ronny Graupe, Johannes Fink und Christian Lillinger mühelos an. 

So komplex wie Kühns Stücke gestalten sich die Abläufe mannigfaltig und unkonventionell. In Interaktion mit dem großartigen TRI-O erweist sich der 

Altmeister als abgeklärt und souverän, doch stets zupackend. 

Jazzpodium, 11/2009

 

2008 gründete Rolf Kühn mit Musikern aus der freien Improvisationsszene Berlins eine Band – nach vierzig Jahren wieder eine sich gemeinsam entwickelnde Formation. Mit geschlossenen Augen tastet sich ihre Musik durch schmale Korridore, reibt sich an aufgebrochenem Mauerwerk und zerborstenem Glas. Immer tiefer hinein in Klangflächen, wo Komposition und freies Spiel ineinandergreifen.

Tagesspiegel, 27.9.2009

 

Die vier Musiker agieren als blendend aufeinander eingespieltes Quartett, das die konzisen, im Sinne Ornette Colemans boperweiterten, auf Improvisation hin fordernd offenen Themen risikofreudig zu komplexen Binnenstrukturen weiterspinnt.

Rondo, 10/2008

 

In „Rollercoaster“ begibt sich der Altmeister auf eine Achterbahnfahrt mit jungen Berliner Musikern … Das Resultat klingt wie neue Kammermusik mit Swing und Wärme.

Spiegel, kulturspiegel, 9/2009

 

Was für Spielwitz, was für Kurzweil, was für Abenteuerlust! Was für vitaler Fantasiereichtum, wenn Rolf Kühn vor diesem Trio aus einigen der besten der Berliner Musiker steht und sie als gleichberechtigte Partner ansieht.

sonic, 7-8/2010

 

Es ist bezeichnend für Rolf Kühn, dass er, der so oft mit anderen stilprägenden Musikern des Jazz zusammengearbeitet hat, in jüngster Zeit ein kreatives Bündnis mit wesentlich jüngeren Berliner Musikern eingeht und sich auch auf diese Weise eindrücklich zum Band der Generationen im Jazz bekennt.

Preis der deutschen Schallplattenkritik: Ehrenurkunde 2009

Rolf Kühn (Auswahl)

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Rolf Kühn Unit

Stereo 2015 MPS / Edel

Lifeline

Rolf & Joachim Kühn

feat. John Patitucci

& Brian Blade

Lifeline 2012 Impulse / Universal
Close Up

Rolf Kühn + Tri-O,

feat. Matthias Schriefl

Close Up 2009 jazzwerkstatt
More, More, More The Artist’s Selection More, More, More & More 2008 MPS / Universal
Rollercoaster Rolf Kühn + Tri-O Rollercoaster 2008 jazzwerkstatt
Bouncing With Bud

Rolf Kühn &

NDR Big Band

Bouncing With Bud 2005 In-Out Records
Love Stories

Joachim Kühn /

Rolf Kühn

Love Stories 2004 In-Out Records
Smile - Famous Themes from Hollywood

RIAS Big Band,

Cologne Voices &

Max Raabe

Smile - Famous Themes from Hollywood 2003 Intuition / Schott
Internal Eyes

Martial Solal,

Bob Mintzer,

Peter Erskine

Internal Eyes 2003 Intuition / Schott
Affairs - Rolf Kühn & Friends

Albert Mangelsdorff,

Randy Brecker,

Dave Liebman,

Ornette Coleman

Affairs – Rolf Kühn & Friends 1998 Intuition / Schott
Inside Out

Michael Brecker,

Till Brönner,

Lee Konitz

Inside Out 2000 Intuition / Schott
Solarius Rolf Kühn Quintet Solarius 1964 Content
Impressions of New York Rolf and Joachim Kühn Quartet Impressions Of New York 1967 Impulse

Rolf Kühn

Klarinette

 

Ronny Graupe

Gitarre

 

Johannes Fink

Kontrabass

 

Christian Lillinger

Schlagzeug

Lauer Large

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Lauer Large ist nicht die Summe der virtuosen Fähigkeiten ihrer sechzehn Mitglieder, sondern ein homogenes Ganzes. Der Besetzung nach ist es eine Big Band. Doch Lauer Large bricht mit allen Erwartungen, die man der wohl konventionellsten Gruppierung des Jazz entgegenbringen darf. Selten hat Großformatigkeit im Jazz einen derartigen Hauch von Intimität ausgelöst wie hier. Dieses Ensemble zeichnet sich durch eine geradezu symbiotische Verschworenheit seiner Mitglieder aus.

 

Man muss gehört und gesehen haben, wie die sechzehn Musiker aufeinander reagieren, sich gegenseitig aufheizen, sich von den notierten Vorgaben der Lauerschen Kompositionen lösen und in den Soli alles um sich herum vergessen außer ihrem Instrument. Bei 'Lauer Large' kann man erleben, welch' unbändige Lebenskraft Musiker ausstrahlen können und Disziplin mit hemmungsloser Individualität verbinden.

 

Johannes Lauer ist Posaunist, Komponist und Bandleader. Er ist Ideensammler und Weiterdenker, einer, der die innovativen Traditionen des 20. Jahrhunderts respektvoll hinterfragt und in sein eigenes Lebensumfeld übersetzt. Den Jazz hat er aus allen nur denkbaren Perspektiven durchdrungen: als Student, als Teilnehmer an Workshops und Wettbewerben, als Mitglied renommierter und experimenteller Big Bands und kleiner Ensembles. In New York,  dem Epizentrum des Jazz, auf Tourneen in der ganzen Welt und nicht zuletzt auf dem persönlichen Rückzug in die Einsamkeit. All diese Erfahrungen, Konstellationen und Welten kulminieren auf subtile Weise in seiner Musik. Er versteht sich auf die seltene Kunst, das Banale nicht nur in seiner persönlichen Klangwelt mit dem Geistigen zu verbinden, sondern seine Wahrnehmungen und Transformationen mit dem Erfahrungshorizont des Hörers zu synchronisieren. In seiner Persönlichkeit prallen die drei Extreme des verträumten Romantikers, des rationalen Planers und des ungestümen Neuerers in spitzem Winkel aufeinander. Er lässt keinen Zweifel daran, dass er sich auf eine Suche begeben hat. Doch er manifestiert auch unmissverständlich seine Entschlossenheit zu finden.

 

Mit dem soeben erschienenen zweiten Album „Less Beat More!“ findet Johannes Lauer nun den Ton für seine Wahlheimat, für Berlin. Für Hier. Für Jetzt. Ein extremistischer Koloss, der keine Zwischentöne mag und Kompromisse ablehnt, schwer zu ertragen und doch von einem Magnetismus, der niemanden jemals wieder freigibt. Johannes Lauer besetzt völlig unterschiedliche Orte und Winkel, die erst in der totalen Draufsicht zu einem einheitlichen Organismus zusammenrücken. Es sind Sounds, die nicht nur Bilder einfangen, sondern auch den wohlriechenden Gestank des Molochs hörbar komprimieren und ausdehnen.

 

„Less Beat More!“ hat tausend Anfänge, aber kein Ende. Es ist eine grandiose und doch auch gnadenlose Sinfonie für die lethargische Hyperaktivität an der Spree, die im andauernden Wachschlaf nie zur Ruhe kommt. Die Kraft und die Herrlichkeit der ewig jungen, alten Stadt, die sich permanent selbst verleugnet und doch ständig neu erobert werden will. Genau wie dieses Stück Musik.

Trompeten/Flügelhörner:

Matthias Schriefl studierte in München, Köln, Amsterdam und anderen Bergregionen. Heute lebt er in Köln, wo er die Konzertreihe Jazz-O-Rama veranstaltet, mit Shreefpunk plus Big Band, dem Matthias Schriefl Trio und verschiedensten Formationen zu hören ist und von wo aus er mit seinen Bands Touren durch die gesamte Galaxis unternimmt. Eine neue CD seiner Band "Six, Alps & Jazz" mit Songs aus dem Great Alpine Songbook ist gerade frisch beim Münchner Label ACT erschienen.

 

Matthias Spillmann (*1975) gründete 1999 seine Band MATS-UP, welche seither ca. 200 Konzerte in diversen Ländern gespielt und vier Tonträger veröffentlicht hat. Momentan arbeitet er an einer Vertonung der "Psalmen" des deutsch-iranischen Dichters SAID, für die der kölner Sänger Tobias Christl zum Quintett MATS-UP stösst. Daneben ist er u.a. mit folgenden Bands auf diversen europäischen Bühnen präsent: Grünes Blatt, Kellers 10, Lauer Large, Miniatur Orchester, sowie in Gianluigi Trovesis "BergHeim" Projekt, mit dem Pianisten Joe Haider u.a.

Florian Menzel spielt seit dem 5. Lebensjahr Trompete. Es ist Träger diverser Preise und weit über Berlin hinaus gefragt. 



 

Posaunen:



Andreas Tschopp wurde 1979 in Zürich geboren. 2003 schloss er sein Studium an der Hochschule für Musik Basel, Abteilung Jazz bei Adrian Mears ab.
Andreas Tschopp ist als vielseitiger und vielgefragter Posaunist im In- und Ausland unterwegs. Er ist Mitglied so verschiedener Formationen wie dem Swiss Jazz Orchestra, Zurich Jazz Orchestra, der Bands Hildegard lernt fliegen (theatralischer Kammerjazz), Starch (Funk/Hiphop/Rock), Kaspar Ewalds Exorbitantes Kabinett (Strawinsky meets James Brown), (na)PALMT(h)REE (Groove/Improtrio), Le Rex (Brassbandjazz), Vertigo Posaunenquartett, twopool, Spox + Brutus Interruptus (Free Improvised Music), sowie verschiedener anderer Projekte.

 

Gerhard Gschlößl gehört zu einer nachwachsenden Szene, die sich von den traditionellen Etiketten des Jazz erfolgreich befreit und in ein weites Feld improvisierter Musik bewegt hat.(BZ)
Der Posaunist ist in Süddeutschland (Mainburg) aufgewachsen, studierte Posaune und Komposition und lebt seit 2004 in Berlin.
"Nichts ist hier kosmetisch glattpoliert oder ambitioniert überzogen. Seine Musik ist glaubhaft, weil sie mit Ecken und Kanten daherkommt, weil sie den Schmutz, der zum Leben gehört, nicht verbirgt. Das ist weder strenger Mainstream noch pure Avantgarde. Man hört das Woher und ahnt ein Wohin." (Ulrich Steinmetzger) 



 

Johannes Lauer (*1982, Tübingen) ist "ein Musiker, den das tiefe Erkennen und Erdenken von musikalischen Aussagen kennzeichnet", "akribisch arbeitender Klangarchitekt", "Ideensammler und Weiterdenker" und "polyglotter Geschichtenerzähler" – das meint zumindest die Fachpresse. Lauer schloss 2006 sein Studium bei Nils Wogram und Dieter Ammann an der Musikhochschule Luzern mit Diplomen in Jazz-Posaune und -Komposition „mit Auszeichnung“ ab und lebte in New York und Mali bevor er 2008 nach Berlin zog. Er ist Preisträger diverser nationaler und internationaler Wettbewerbe und spielte in Novosibirsk, Seoul, Athen, Lima, Paris, Helsinki, Mochenwangen und der Carnegie Hall – u.a. mit Tyshawn Sorey, Drew Gress, Michael Wollny, Chris Speed, Peter Evans, Marc Ducret, Colin Vallon und Christoph Schlingensief.

 

Bassposaune/Tuba:



Jan Schreiner (geb. 1984 in Stuttgart) gehört zu den meistgefragten Bassposaunisten und Tubisten im deutschsprachigen Raum und arbeitete bereits u.a. mit den Bigbands des WDR, HR, NDR, sowie dem Ed Partyka Jazz Orchestra, Swiss Jazz Orchestra, Sunday Night Orchestra uvm zusammen. Er ist Mitgründer des Lucerne Jazz Orchestras und des Berlin Art Orchestras und Mitglied des Vertigo Trombone Quartets mit Nils Wogram, Andreas Tschopp und Bernhard Bamert. Sein neuestes Projekt ist das Jan Schreiner Trio mit Stefan Karl Schmid und Silvio Morger.



 

Saxofone/Klarinetten/Flöten:



Christian Weidner studierte Saxofon an Hochschulen in Hamburg, Stockholm und Berlin. Er spielte lange Jahre in den Bands von Gunter Hampel und in Albert Mangelsdorffs Deutsch-Französischem Jazzensemble. Seit 1999 ist er aktiv in der pulsierenden Berliner Jazzszene und beteiligt an zahlreichen wegweisenden Projekten. Er spielt in Chris Dahlgrens „Lexicon“, im Altsaxophonensemble „Fo[u]r Alto und spielt seit 2011 in der Band "Der Rote Bereich" mit Frank Möbus (git) und Oli Steidle (dr). Mit seiner eigenen Band, dem Christian Weidner Quartett, veröffentlichte er 2010 auf dem Label PIROUET die viel gelobte Aufnahme „THE INWARD SONG“ mit Colin Vallon (p), Henning Sieverts (b) und Samuel Rohrer (dr).



 

Florian Trübsbach (*1976) hatte das Glück, in jungen Jahren als Solist des Tölzer Knabenchors unter Persönlichkeiten wie Herbert von Karajan, Claudio Abbado und Lorin Maazel zu musizieren. Nach dem Stimmbruch nahm er Kompositionsunterricht bei Hans Werner Henze. Zufällig in ein Konzert von Dizzy Gillespie geraten, entbrannte seine Leidenschaft für den Jazz, die bis heute nicht nachgelassen hat. Wenn er nicht musikalisch unterwegs ist, trifft man ihn in seinen geliebten Bergen, eine Schwegelpfeife im Rucksack.

 


Der Saxophonist Reto Suhner wirkt in den verschiedensten Formationen von Duo bis Jazz Orchestra mit. Wichtig ist Suhner das unplanbare Moment des musikalischen Dialogs welcher auf der Improvisation basiert. Hier wird Spannung erzeugt, hier entstehen neue Klänge, hier werden Geschichten erzählt. Das Reto Suhner Quartett gibt es seit 14 Jahren. 


 

Wanja Slavin, geboren 1982, erhielt Unterricht zunächst bei seinem Vater, dann u.a. bei Nicholas Simion und Lee Konitz. Später studierte er bei Leszek Zadlo am Richard-Strauss-Konsevatorium in München. Seit 2004 erhält er klassischen Kompositionsunterricht bei Vadim Werbitzky. Er spielte mit u.a. Kenny Wheeler, Joachim Kühn und John Schröder. Im Mai 2009 gastierte Wanja Slavin mit seinem Quintett und der Sängerin Ibadet Ramadani auf dem Moers Festival.



 

Gitarren:



Ronny Graupe ist Jazznachwuchspreisträger der Stadt Leipzig/Marion Ermer Stiftung, lebt seit 2004 in Berlin und ist seit 2012 Dozent für Jazzgitarre an der Hochschule der Künste in Bern, Schweiz. Er arbeitet u.a. in der Band HYPERACTIVE KID (mit Philipp Gropper -Sax und Christian Lillinger Dr ), die weltweit konzertiert und 2013 ihren 10-jährigen Geburtstag hat. Das Trio Ronny Graupes Spoom wird 2012 seine erste CD veröffentlichen. 



 

Christian Kögel: 1990 Gründung seines eigenen Trios, ausgezeichnet mit zahlreichen Jazzpreisen in Deutschland. 1990-94 Studium »Klassische Gitarre« an der Hochschule der Künste, Berlin, 1991-1996 Studium E-Gitarre am Jazzfachbereich der HdK, Berlin. 1998-2000 lernt er Oud und traditionelle arabische Musik bei dem syrischen Meister Farhan Sabbagh. Mitglied diverser Berliner Bands und überregionaler Formationen, Veröffentlichung zahlreicher CDs. Christian Kögel lehrt an der studienvorbereitenden Abteilung in Berlin-Kreuzberg, ist seit 1998 Dozent am Creative Music Workshop an der Dalhousie University in Halifax, Kanada, sowie seit 2000 Dozent am studienvorbereitenden Workshop „Giant Steps“ an der Landesmusikakademie, Berlin. Neuestes Steckenpferd ist seine Band »flexkögel«.

 


Kontrabass:

Henning Sieverts spielte Kontrabass und Cello in der ganzen Welt und auf über 100 CD-Produktionen (12 unter eigenem Namen). Er ist Träger u.a. des Solistenpreises des Neuen Deutschen Jazzpreises und eines „Echo Jazz 2010“ als bester Bassist für die CD „Henning Sieverts Symmetry: Blackbird“. Seit 2003 moderiert er zudem Jazz-Sendungen im Bayrischen Rundfunk. 



 

Schlagzeug:

Daniel Schröteler spielt Schlagwerk und ist Musik-Genre-übergreiffend, national als auch international aktiv. Er spielt mit Musikern wie José Gonzales, N.U. Unruh, Kalle Kalima, Antonis Anissegos, Marcus Schickler, arbeitet in Bands wie Lynx, Ofrin, Morf, Hans Unstern, NDR Big Band, Göteborg String Theory und vielen, vielen anderen...

 

Perkussion:



Laura Robles wurde 1981 in Swaziland geboren und wuchs auf in Lima, Peru. Zeit ihres Lebens beschäftigte Laura sich intensiv mit afroperuanischer und (afro-) kubanischer Musik. Sie ist gefragte Lehrerin und Gründerin und Direktorin von Parió Paula, einer sozialpädagogischen Initiative in Lima und gilt seit einigen Jahren als eine der wichtigsten Cajón-Spieler Perus. Seit 2012 wohnt sie in Berlin.


Lauer ist ein sensibler Komponist, der seinen Radius konzentrisch erweitert. Sein zweites Album "Less Beat More!" ist ein Sprung ins pralle Leben. Lauer hat es endgültig geschafft, seine hoch gesteckten Ansprüche musikalischer Denker mit seiner urbanen Lebenslust in Einklang zu bringen. Der kraftvolle Spree-Blues des Posaunisten und seiner Mannen ist so kantig und sperrig wie Berlin selbst. Und doch steckt er voller heiterer Erinnerungen, die beherzt in das Chaos der Gegenwart gehievt werden. Eigentlich verdient diese mutige Übersetzung des Ellington-Erbes in die Berliner Verhältnisse das Prädikat „extralarge“.


Wolf Kampmann, Jazzthing Nov/Dec 2011

 


Da ist zu hören, was an einer Big Band fasziniert – die prallen, dichten, kraftstrotzenden Tutti, makellose, packende Geschlossenheit in Klang und Tempi. Aber was seine Kompositionen, seine Arrangements so anders macht, ist der Weg bis zu den Tutti, bis aus fünfzehn ausgeprägten Individualisten ein Chorus wird. (...)
Die Dichte, die Intensität dieser Band, die enorme Dynamik überträgt sich auf die Zuhörer, wie ein Ventil nach jedem Titel denn auch der Applaus des nach Alter erfreulich bunt gemischten Publikums. Lauer spielt mit Gegensätzlichem – der unberechenbaren Bewegung und dem klar strukturierten Beat; der minimalistischen Schraffur, der Zäsur, die er in eine Klang-fläche setzt; die leisen, individuellen Vorwitzigkeiten, die auftauchen, weg-tauchen, um sich dann mit hemmungsloser Lust ins pralle Tutti zu stürzen. (...) War der erste Teil des Konzertes schon innovativ, war der zweite die Verarbeitung von Johannes Lauers Neugier und Suche. Grenzenlos, im Sinne des Wortes. (...) Aus der peruanischen Musik, in sich bereits eine Melange aus indianischen und afrikanischen Musikformen, entsteht eine so nie gehörte neue Melange, ohne die üblichen „World Music“ Anbiederungen, ohne Multikulti-Kitsch. Schrill, hart, direkt, berstend vor Sinnlichkeit (...) Johannes Lauer ist mit seiner Band, mit dieser Frau ein phänomenales neues Programm gelungen.


Wolfram Frommlet, Schwäbische Zeitung, 24.05.2012

 

Hier ist die zeitgenössische deutsche Antwort auf den holländischen "Instant Composers Pool", das "Italian Instabile Orchestra" oder das "Copenhagen Art Ensemble". Alle verbindet der gleiche Geist: mit Entdeckungslust und Fingerspitzengefühl eine fruchtbare Verbindung zu schaffen aus freier Improvisation und geplanten orchestralen Strukturen. (...)
Das ist Musik für den ganzen Körper. Und die Solisten des Orchesters sind brilliant. (...) Lauer Large hat mit "Konstanz Suite" ein im besten Sinne des Wortes komplexes und außergewöhnliches CD-Werk geschaffen, ein wildes Naturreservat an schwindelerregender Musik.


Christian Munch-Hansen, Jazz-Special 02/03 2010, DK



Zärtlichkeiten unterm Sperrgut
Am Ende, als die sechzehn Musiker ihre Schleifen zum vielfädrigen, auch suggestiv federnden Klang-Muster verwoben hatten, wurde man förmlich in die Eremiten-Hütte im Bayerischen Wald hineingezogen und -gesaugt, in der Posaunist Johannes Lauer (27) diese "Konstanz Suite" komponiert hatte. Das Publikum zum Start ins 30. Jahr der "Art of Jazz"-Reihe in der Tafelhalle trampelte diesem neutönerischen Gesamtkunststück Schluss-Beifall. Auch wenn sich diese prominent besetzte Big Band für geistesabwesend wippende Fußsohlen kaum zuständig fühlt, eher für zuckende Hirndrähte. Schon zum Einstieg sind die Übergänge fließend, notierte Free-Launen, kontrollierte Improvisation, die gewohnter Blech-Breitseiten-Ästhetik den Traditionsboden wegzieht. Es geht um "Fehler der Natur" ("fünf Mal falsch gibt richtig"), um ein Glas Gurken (als Gage), um kleine Schläge auf den Schalldämpfer und Zärtlichkeiten, die sich auf einmal aus dem Sperrgut lösen. Es sprazzelt, prustet, klirrt und knackt und wendet Verweigerung immer wieder in zerbrechlichste Sanftmut.
Außergewöhnlich, dieses Projekt.


daer, Abendzeitung, 27.01.10



(...) Autonom ist Lauers Suite auch und gerade deshalb, weil er sich darin zwar der Tradition des Orchester-Jazz von klassischer Big Band bis Globe Unity Orchestra bewusst ist, diese aber gleichsam als Katalysator für die Umsetzung seiner eigenen musikalischen Sprache einsetzt. Zudem ist er ein polyglotter Geschichtenerzähler, der sich im Formwillen komponierter Musik ebenso gut auskennt wie mit tonal und metrisch ungebundener improvisierter Musik. (...) Die Transformation von Existierendem wird hier zu einer Grundlage für zeitlose Improvisationsmusik.


Martin Laurentius, Jazzthing



Auch wenn mancher über lange Strecken bei Lauer Large den typischen Big-Band-Sound vermisst: Lauers Mut wird belohnt, so ungewöhnlich hat sich schon lange kein Groß-Ensemble mehr präsentiert. 


Joachim Kreibich, Reutlinger General-Anzeiger, 21.01.10



Ein schräger Bauer im Weltall
Die Bigband "Lauer Large" spielte im Sudhaus höchst unorthodox auf.
Kein Zweifel, Johannes Lauer bricht mit allen Erwartungen, die man dem konventionellen Bigband-Jazz gemeinhin entgegenbringt. Der junge Komponist und Posaunist hat mit "Konstanz Suite" ein Album vorgelegt, das alle Grenzen niederreißt. Aber auch live geht er einen komplett eigenen Weg. (...)Jeder scheint zu spielen, was ihm gefällt, und doch hat man in jedem Moment das Gefühl, dahinter steckt ein Plan. Sie balancieren stets auf schmalem Grad, verzichten auf jede Form von Sicherheit. Man hört zu jeder Zeit den Anspruch, sich wieder und wieder neu zu erfinden. Genregrenzen verwischen. Die Summe des Ganzen zersplittert in Teile, atomisiert sich in Freejazz, Swing, mal unvermittelt nacheinander, manchmal gleichzeitig. Immer auf dem Sprung.


Jürgen Spiess, Südwestpresse, 21.01.10



Diese 16 Musiker muss man gehört haben, und gesehen vor allem. Wie sie aufeinander reagieren, sich gegenseitig aufheizen, sich von den notierten Vorgaben der Lauerschen Kompositionen lösen und in den Soli alles um sich herum vergessen außer ihrem Instrument. Man kann nur live erleben, welch' unbändige Lebenskraft Musiker ausstrahlen können und Disziplin mit hemmungsloser Individualität verbinden. Dieser Johannes Lauer mit seinen 28 Jahren (...) ist ein außergewöhnliches Talent - als Solist am Klavier und insbesondere auf der Posaune, als Komponist grenzüberschreitend zwischen Jazz, Moderner Klassik und Musica Nova. Eine dritte Begabung ist sein Gespür, andere Musiker zu Ensembles mit ganz besonderem Klang zu vereinen. (...) Kompositionen, in denen sich in zweieinhalb prallen Stunden Spielzeit nichts wiederholt, keine musikalischen Anleihen von Vorbildern vorkommen, keine Standards bearbeitet werden.
Ein Spiel hin und wieder mit klassischen Formen, mit Menuett und Choral, mit einem Largo oder einem Maestoso für Bläser. Simple tonale Strukturen, Terzen und Quinten, auf instrumentale Einheiten verteilt, auf Posaunen, Saxofone, gegeneinander, übereinander geschichtet, bis sie zu einem Tutti zusammen finden. Gegensätze reizt Lauer aus, eine melodiöse Mikrofigur, vom Klavier, von der Gitarre ins Ensemble geworfen. 16 Musiker toben sich mit fast anarchischer Lust in ihrer Individualität aus, ein Wettstreit in Dissonanzen, in rhythmischen Wechseln, eine berstende Ekstase, die Freiheit der Improvisation auszuloten. Plötzlich ist da nicht mehr ein Bandleader, sondern zwei, drei, für jede Gruppe, die sich im entfesselten Spiel bildet. Und dann gibt es auch völlig konträre poetische Passagen, leise Flächen eines disziplinierten musikalischen Kollektives. Mit radikaler Entschiedenheit jedes Instrument gespielt, und gleichzeitig ebenso differenziert der Gesamtklang des Ensembles in jedem Titel. Kein durchgängiger Einheitssound. Brillant!


Wolfram Frommlet, Schwäbische Zeitung, 25.01.10



auf der ganzen Linie überzeugend (...) hinterließ ein begeistertes Publikum, das aufmerksam ein außergewöhnlich dichtes und experimentierfreudiges Konzert verfolgte (...) Mit solch einem geballten Musikverständnis ausgestattet geriet die Premiere zu einem einzigen Feuerwerk der Spiellaune (...) 
In der musikalischen Verantwortlichkeit eines jeden Einzelnen im Gesamtklang und im Zusammenspiel gewinnen seine hochinteressanten und anspruchsvollen Kompositionen mit Substanz umso mehr an extrovertierter Aussage und farbenprächtiger Einzigartigkeit.


Patrick Manzecchi, Südkurier, 12.11.07



"Haute Couture der Hörbilder"
(...) Der 1982 Geborene sucht nicht nur den orgiastischen Ausbruch, sondern liebt mindestens genauso das riskante Klangexperiment im kammermusikalischen Zwiegespräch. Ob small, medium oder large: Die vertrackten Hörbilder scheinen wandlungsfähig jede Größe annehmen zu können. Selbst wer mit den Schnittmustern des zeitgenössischen BigBand-Jazz vertraut ist, kommt aus dem Staunen nicht heraus, wie unorthodox schillernd und reich an ungewohnten Applikationen die musikalische Haute Couture hier geschneidert und vorgeführt wird.
Lauers «Konstanz Suite» sorgt für reichlich Bewunderung beim Cat-walk in der Tafelhalle. Seine Musiker, selbst alle versierte Bandleader, die sich wie ein Mann hinter Lauers Klangkonzept stellen, wecken damit Erinnerungen an das Vienna Art Orchestra – und bilden doch eine eigene Kategorie: Eine Lehrstunde nicht nur für Jazzmusiker und eine Sternstunde von Art-of-Jazz.


Peter Löw, Nürnberger Zeitung, 27.01.10



Die Begeisterung der knapp 70 Zuhörer steigerte sich von Stück zu Stück. 
(...) Die solistischen Einlagen waren delikat im Ton und sicher in der Ausführung. Jeder Musiker hatte sein spezielles Solo, doch die wahre Klasse zeigten sie im Zusammenspiel. Ein gehaltvoller Abend, der nach kurzer Einhörzeit ziemliches Jazz-Sucht-Potential freisetzte.


mamü, Märkische Allgemeine, 23.01.10



Mit Lauer Large ist es dem Posaunisten gelungen, die Musiker zusammenzubringen, die sich während des Musizierens so zugetan sind und sich die Kompositionen so zu eigen gemacht haben, dass sie mit geschlossenen Augen, in sich hinein und den anderen lauschend, jede musikalische Wendung, jede Bewegung in der Musik, ihre Dynamik, und - im imrovisierten Raum - ihre Entwicklung antizipieren und zeitgleich gestalten können, ohne dabei von einem Dirigenten geleitet zu werden. Auch dadurch wurde die Musik des Johannes Lauer zum Faszinosum für das Publikum.


Beate Sampson, BR-Klassik, 10.3.2010



 (...) Big Band mit dem Spielideal einer Combo. Hier wird entschieden akustischer Jazz von heute gemacht, will sagen: das Spielideal von Alexander von Schlippenbachs Globe Unity Orchestra ist im 21. Jahrhundert angekommen. Tonales ist nicht vom Teufel, ebenso wenig wie zupackende Rhythmik. Immer sind da bei aller überbordenden Freiheit klare Strukturen gegeben. Die vollziehen sich ganz diskret, erinnern mit ihrer selbstverständlichen Leichtigkeit an den Klangmagier Gil Evans. So bleibt alles transparent, macht Laune und entspricht mit den wechselnden Stimmungen der sieben Titel ganz dem Suiten-Anspruch.
Lauer schreibt eine Musik, die auf ein derart großes Stimmenreservoire angewiesen ist, die aber doch ganz auf ein massiges Muskelspiel der Bläsergewalt verzichtet. Ein Geheimnis dabei ist, dass er die Klangfarbe eines jeden Ensemblemitglieds stimmungsgenau einsetzt. Live ist diese raffiniert arrangierte und in großem Maße er-improvisierte Musik in ihrem Entstehungsprozess erlebbar. Suchende und auch Publikum lockende Längen sind Teil dieses Prozesses – vom Tonträger wirken sie allerdings nicht immer stimmig. Doch das ist ein altes Jazz-Dilemma.


Thomas Fitterling, Rondo, Mai 2010


(...) das tiefe Erkennen und Erdenken von musikalischen Aussagen sind kennzeichnend für den Posaunisten, Komponisten und Bandleader. (...) es tobt kein Kampf zwischen dem amerikanischen und dem europäischen Jazz, hier werden beide Traditionen zu einem Ganzen verbunden, und alles steht gleichberechtigt nebeneinander. Aufgenommen wurde live im November 2007, und die Intensität des Spiels der Big Band überträgt sich eins zu eins auf den Zuhörer.


Alfred Krondraf, Concerto 2/2010, A


Die Rückkehr der Big Bands
(...) bis zu den Klangerforschungen von Lauer Large, einer Band um den Berliner Posaunisten Johannes Lauer, die im Geist der Drip Paintings eines Jackson Pollock zerklüftete Sound-Landschaften entwirft. Die Big Band ist ein Feld unbegrenzter Möglichkeiten.


Stefan Hentz, der Freitag, 8.4.2010

Eine der neusten, schönsten und originellsten CDs des Programms« (des Labels jw) 
Der Posaunist und Komponist Johannes Lauer inszeniert hier in einer zärtlichen Klangregie und nachdenklichen Entwicklungszeiten die Begegnungen seiner glänzenden Spieler aus Ost und West. Gil Evans'scher Farbzauber klingt an, in den freieren Teilen explodieren dann auch mal die Artikulationen riskanterer Instrumentenbehandlung.


Ulrich Olshausen, FAZ, 24.04.10

Less Beat More Less Beat More 2012 jazzwerkstatt
Konstanz Suite Konstanz Suite 2009 jazzwerkstatt

Johannes Lauer

Posaune, Komposition

 

Matthias Schriefl

Trompete, Flügelhorn

 

Matthias Spillmann

Trompete, Flügelhorn

 

Kasper Tranberg

Trompete

 

Andreas Tschopp

Posaune

 

Gerhard Gschlößl

Posaune, Sousafon

 

Jan Schreiner

Bassposaune, Tuba

 

Christian Weidner

Altsaxophon, Tenorsaxophon

 

Florian Trübsbach

Sopransaxophon, Altsaxophon, Klarinette, Oboe, Flöte

 

Reto Suhner

Sopransaxophon, Altsaxophon

 

Wanja Slavin

Altsaxophon, Tenorsaxophon, Klarinette

 

Steffen Schorn

Baritonsaxophon, Kontra Altklarinette, Bassflöte, Klarinette

 

Ronny Graupe

Gitarre

 

Christian Kögel

Gitarre

 

Henning Sieverts

Kontrabass

 

Daniel Schröteler

Schlagzeug

 

Laura Robles

Cajon, Congas

Christian Weidner Quartett

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Christian Weidner Quartett : Dream Boogie

 



"Listen to it closely: Ain’t you heard something underneath...."

 


Der Amerikanische Dichter Langston Hughes fordert uns auf genau zu hören, was sich unter der Oberfläche befindet. 

Unter der Oberfläche ist das, was Christian Weidner interessiert. Dahin zieht uns der geheimnisvolle Sog seiner Musik. Mal pulsierend hypnotisch, mal lyrisch, mal kleinteilig verwinckelt, mal hymnisch singend, mal seelig kontemplativ. Und wenn sie sich aufbäumt, dann tut sie das mit einer unaufhaltsamen Wucht, brodelnd, reißt mit und führt in die Tiefe unter der Oberfläche. Und da tut sich eine raffinierte Komplexität auf, Formen werden offenbar, die sich weit öffnen, die sich Zeit und Raum greifen, wenn sich Christian Weidners erstklassig besetztes Quartett den originären, floskellosen Kompositionen hingibt.


 

“Dream Boogie“ heißt das aktuelle Programm des Quartetts nach einem Gedicht von Langston Hughes. Christian Weidner hat Musik komponiert, die auf faszinierende Art zugleich entrückt und ganz nah ist. "Wir Instrumentalisten versuchen alle, der menschlichen Stimme am nächsten zu kommen" sagt der Pianist Pablo Held und Christian ist der "lebende Beweis, dass das geht".


 

"Bei dieser Musik hat man das Gefühl, sie entspringt einer tiefen kollektiven Innerlichkeit und Verbundenheit. Ihrer schlichten und lyrischen Schönheit wohnt eine spirituelle Qualität inne, der man sich als Hörer nicht entziehen kann." Thorsten Hingst, Jazz Podium


 

"Die Musik seines Quartetts verharrt niemals in Klischees, sie bündelt auf geheimnisvolle Weise die Kräfte eines traditionellen Formats." Rolf Thomas, JazzThing

Christian Weidner ist ein Komponist, dessen Musik stark geprägt ist von einer Besinnung auf die innere Ruhe und von Besonnenheit, aus der vielgestaltige Kompositionen wachsen. Gefärbt durch eine Art innerer Immigration vom Mainstream, dessen Funktionsweisen er genau kennt – er hat schon mit 17 im BuJazzO gespielt – aber zielsicher umgeht.

 

Der Berliner Altsaxofonist verweigert sich der Oberfläche, nicht störrisch, aber bestimmt. Auch der puren Virtuosität gibt er sich selten hin. Seine Musik ist völlig floskellos, originär. Es geht immer um die Suche nach dem Grund, nach der Tiefe, der inneren Ruhe und spiritueller Kraft. Begegnungen mit Kenny Werner und Charlie Mariano und die jahrelange Arbeit mit Albert Mangelsdorff haben hier Einfluss gehabt. Und doch – natürlich – bäumt sich seine Musik auf, sie tut das mit einer unaufhaltsamen Wucht, brodelnd, reißt mit und führt in die Tiefe. Und da tut sich Komplexität auf, die sich beim zweiten, beim noch genaueren Hinhören als sehr intelligent erweist. Raffinierte Rhythmen, die sich völlig natürlich anhören, Formen, die sich weit öffnen – besonders live, wenn sich Christian Weidners Quartett dem Material uneingeschränkt hingibt. Da kann aus einem Vierminüter der CD schnell mal eine halbe Stunde werden. "Wir Instrumentalisten versuchen alle, der menschlichen Stimme am nächsten zu kommen" sagt der Pianist Pablo Held und Christian wäre der "lebende Beweis, dass das geht" Sein Sound ist herausragend. Schlank, höchst elegant, perfekt... man will sagen perfekt beherrscht, wenn das nicht so langweilig klingen würde, denn sein Ton ist zutiefst beseelt, beweglich, warmherzig, reichhaltig, singend.

 

Gesanglich sind auch seine Melodien, bisweilen von eigentümlicher Harmonik umgeben, die sich mit herkömmlicher Analyse nicht erklärt, aber völlig schlüssig ist und wohlklingend. Hier manifestiert sich eine Sehnsucht nach Schönheit. Die Schönheit als eine vertraute Verbindung zu der eigenen inneren Haltung. Zu dieser gehört auch das permanente Suchen und Forschen in durchaus unterschiedlichen musikalischen Zusammenhängen. Weidner experimentiert mit Mikrotonalität in Frank Gratkowskis Saxofonquartett "Fo[u]r Alto", eine kraftvoll extrovertierte Ausdrucksmöglichkeit findet er in Frank Möbus’ Trio "Der Rote Bereich", und einen kammermusikalischen Ansatz verfolgt er im Trio mit dem Bassisten Robert Landfermann und der Harfenistin Kathrin Pechlof. Und überall wo er als Sideman agiert, beseelt er die Musik seiner Kollegen auf eine so besondere Art, dass seine Stimme immer sofort erkennbar ist. Denn der Zustand des Fließens, der innere Kontaktaufnahme, Berührung mit sich ist für ihn ein notwendiger Bestandteil eines jeden musikalischen Prozesses.


Christian Weidner arbeitete intensiv in konstanten Projekten mit Kalle Kalima, Eric Schäfer, Jim Black, Nils Wogram, John Schröder, Simon Stockhausen, Perry Robinson, Gebhard Ullmann, Albert Mangelsdorff, Gunter Hampel, Johannes Lauer, Frank Gratkowski, Christian Lillinger, Ronny Graupe, Dejan Terzic, Antonio Palesano, Daniel Schröteler und vielen anderen. Außerdem schrieb er die Musik zu Hörbüchern mit Christian Brückner zu Texten von Ror Wolf und Kazuo Ishiguro.

Christian Weidner · Dream Boogie



Auf dem Cover sind Wurzeln und Bäume zu sehen, ihre Verzweigungen und Verästelungen. Nach diesem permanenten Weiterwachsen und -streben klingt die Musik von Christian Weidner. (...) Titel und Themen sind immer vorgegeben, aber das Quartett (...) feiert den vibrierenden Improvisationsmoment: Leicht wie eine Feder.

Tilman Urbach, Fono Forum

Der renommierte britische Kririker Stuart Nicholson muss Musiker wie den aus Kassel stammende Altsaxophonist Christian Weidner im Auge gehabt haben, als er in der Jahresendausgabe des englischen Jazzwise-Magazines dem deutschen Jazz für 2013 den großen internationalen Durchbruch prognostizierte. (...) Die Musik des Altsaxophonisten besitzt eine große Klarheit, Präzision, Leichtigkeit und einen außergewöhnlichen Sinn für klangräumliche Ausgestaltung.
(...) Bei dieser Musik hat man das Gefühl, sie entspringt einer tiefen kollektiven Innerlichkeit und Verbundenheit. Ihrer schlichten und lyrischen Schönheit wohnt eine spirituelle Qualität inne, der man sich als Hörer nicht entziehen kann.
(...) Haben die Vorgängeralben 'Chroral' und 'The Inward Song' international schon für einige Aufmerksamkeit gesorgt, sollte diese Einspielung das Interesse nochmals befeuern und sich Stuart Nicholsons Diktum bezüglich des deutschen Jazz zumindest für Christian Weidner 2013 als wahr erweisen."

Thorsten Hingst, Jazz Podium

Gemeinsam streunt das Quartett durch elf neue Kompositionen Christian Weidners, die ein breites musikalisches Spektrum abdecken, aber stets von einer speziellen Bandchemie beseelt sind. Dabei trägt die unaufdringliche Intensität der vier Musiker, denen es auch in kontemplativen Phasen gelingt, die Spannung zu halten, viel zum Reiz von Dream Boogie bei. Weidners Ton am Altsaxofon ist so individuell, dass man ihn schnell wiedererkennt.

Rolf Thomas, Jazz thing

Dream Boogie ist sicherlich keine ganz leichte Kost. Man muss sich auf die Musik schon ganz einlassen und sich immer wieder die Zeit nehmen, in den musikalischen Kosmos von Christian Weidner und seinen Mitstreitern einzutauchen. Es lohnt sich, denn nach und nach entfesseln sie ungeahnte Kräfte und lassen den Zuhörer an ihrem scheinbar tiefsten Inneren teilhaben. Musik die ergreift und bewegt.

Ingo Andruschkewitsch, musikansich.de

Dream Boogie ist ein Album, auf dem vier sehr feinfühlige Musiker ein stimmiges Ganzes schaffen, während zuweilen jeder ein klares Profil zeigt. Das funktioniert nur, weil Christian Weidner offenbar immer vor dem inneren Ohr hatte, für wen er schreibt. Dieses Einlassen sowohl der Musiker auf die Kompositionen als auch des Komponisten auf die Musiker macht Dream Boogie zu etwas Besonderem. Ein wunderbares Album! 

Christian Sondermann, joinmusic.com



Christian Weidner · The Inward Song



Jazz-CD und Audiophiles Highlight des Monats: Der gesangliche Charakter der Stücke nimmt mal hymnische Züge an, mal verweht eine zarte Melodie. Und Weidners Alt schwebt über einem flirrenden Klangteppich, schmiegt sich an statisch stehende Akkorde, reibt sich am metallischen Klang eines präparierten Klaviers. Musik, die Zeit braucht - mehrfach hören!
Berthold Klostermann, Stereo



Christian Weidner · Choral



"... Ein klitzekleiner Grat zwischen Komposition und Improvisation, Vergangenheit und Gegenwart, auf dem Weidner mit kleinen Mitteln Großes schafft: Leben, Musik, Glaube und Hoffnung in einer Note zu bündeln.
Reinhard Köchl - Jazzthing, Deutschland

 

 

Jazzthetik 3/4 2013 Artikel

The Inward Song Review - allaboutjazz.com

Jazz Podium Artikel 2/2011

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Dream Boogie Christian Weidner Quartett Dream Boogie 2012 Pirouet 3065
tl_files/beispielseite/content/Diskografie Fotos/Christian Weidner Quartett/The Inward Song_cover.jpg Christian Weidner Quartett The Inward Song 2010 Pirouet 3052
tl_files/beispielseite/content/Diskografie Fotos/Christian Weidner Quartett/Choral_cover.jpg Christian Weidner Trio

Choral

2004 Pirouet 3009

Christian Weidner

Altsaxophon, Komposition

 

Achim Kaufmann

Piano

 

Henning Sieverts

Kontrabass

 

Samuel Rohrer

Schlagzeug

Hyperactive Kid

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HYPERACTIVE KID – das sind die drei in Berlin lebenden Musiker Philipp Gropper (Saxophon), Ronny Graupe (Gitarre) und Christian Lillinger (Schlagzeug).
In den 10 Jahren des Bestehens der Band haben sie intensiv an der Entwicklung ihrer gemeinsamen musikalischen Ideen gearbeitet.
Vor allem geht es ihnen darum, in einem kollektiven Miteinander den pulsierenden Atem des Lebens erklingen zu lassen – ihr Zusammenspiel erinnert an die Energie und den ungebrochenen Fluss von Ideen eines hyperaktiven Kindes.
Drei Musiker - EIN Kunstwerk. Alle sind Alles und zusammen HYPERACTIVE KID.

Philipp Gropper

(Tenorsaxofon, Sopransaxofon, Komposition)

geboren in Berlin, 1999-2006 Studium an der Universität der Künste Berlin bei Jerry Granelli, Peter Weniger und David Friedman.2000-2002 Mitglied im BuJazzO unter der Leitung von Peter Herbolzheimer.
2003 gründete er mit Ronny Graupe und Christian Lillinger das Trio HYPERACTIVE KID,  2011 sein Quartet PHILM mit Håvard Wiik, Andreas Lang und Oliver Steidle und 2012, wiederum eine gänzlich andere musikalische Welt erkundend, die elektroakustische Band TAU mit Philipp Zoubek, Petter Eldh und Dany Schröteler.

Live oder im Studio (als Sideman und in eigenen Projekten) mit Ralph Towner, Bobby McFerrin, Manfred Schoof, Günter Baby Sommer, Paulo Cardoso, Mathias Schriefl, Haavard Wiik, Eric Schaefer, Robert Landfermann, Tobias Delius, Oliver Steidle, Tom Arthurs, James Knapp, Carsten Daerr, Kalle Kalima, Peter Herbolzheimer, Kresten Osgood, Rudi Mahall, Vania Fernandes, John Schröder, Maria Joao, Pablo Held, Kaja Drachsler…

Konzertreisen nach Schweden, Dänemark, Großbritannien, Irland, Polen, Belgien, Niederlande, Luxemburg, Tschechien, Österreich, Schweiz, Frankreich, Portugal, Italien,  Slovenien, Kroatien, Ungarn, Rumänien, Türkei, Bosnien Herzegowina, Ägypten, Kamerun, Elfenbeinküste, Burkina Faso, Nigeria, Philippinen, USA, Kolumbien, Venezuela

Eigene Projekte:

HYPERACTIVE KID (mit Ronny Graupe, Christian Lillinger)
PHILM (mit Harvard Wiik, Andreas Lang, Oliver Steidle)
SARTRE'S CROISSANT (mit Tom Arthurs, Petter Eld, Marc Lohr)
TAU (mit Philipp Zoubek, Petter Eldh, Dany Schröteler)

Als Sideman:

European Movement Jazz Orchestra, Mads La Cour Quintett (Danish Grammy 2009), Fusk, Wanja Slavin Quartett, Pierre Borell Septett, Uwe Steinmetz Stream Ensemble, Octothorpe, Pablo Held’s GLOW, Tobias Backhaus 6,
Alex Huber's Chimaira u.v.a.

Diskographie (Auswahl):

Hyperactive Kid 1. (2004)
Hyperactive Kid 2. (2006, Shoebill Music)
Hyperactive Kid 3. (2007, jazzwerkstatt)
Hyperactive Kid „Mit dir sind wir 4“ (2009, jazzwerkstatt)
A la Cour (2008, Stunt Records)
Sonne (2006, Shoebill Music)
Emjo live in Coimbra (2011, Clean Feed)
Fusk (2011, WhyPlayJazz)
Octothorbe plays Aerogel (2011, Root Directory)
Clave Azul „Looking Inward“ (2012, Octason)
Philipp Groppers PHILM "Licht" (2012, WhyPlayJazz)
Chimaira "smoke and mirrors" (2012, Wideearrecords)
Schneeweiß und Rosenrot “Pool” (2012, enja)

Auszeichnungen (Auswahl):

Jugend jazzt 2000
Publikumspreis Jazz Struggle Szczecin 2005
Grammy Categorie Jazz Denmark 2009 mit Mads la Cour

Philipp Gropper wird ab August 2013 eine „Artist Residency“ in Basel wahrnehmen.


www.philippgropper.com

 

 

Ronny Graupe

(Gitarre, Komposition)


geboren in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz), Studium an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig (bei Richie Beirach und Christian Röver) und dem "Rytmisk Musikkonservatorium" in Kopenhagen, Dänemark.
1998-2001 Mitglied im BuJazzO unter der Leitung von Peter Herbolzheimer.

Live oder im Studio (als Sideman und in eigenen Projekten) mit Richie Beirach, Joachim Kühn, Méderic Collignon, Chris Speed, Rolf Kühn, Sławek Jaskułke, Dejan Terzic, Johannes Lauer, Henning Sieverts, Colin Vallon, Patrice Moret, Frank Möbus, Carsten Daerr, Jonas Westergaard, Kalle Kalima, Steffen Schorn, Roger Hanschel, NDR Bigband, Tyshawn Sorey, Oliver Steidle, Pablo Held, Jonas Burgwinkel, Robert Landfermann, Jan Roder, Rudi Mahall, Matthias Schriefl, John Schröder, Wanja Slavin…

Konzertreisen nach Spanien, Dänemark, Schweden, Norwegen, Polen, Frankreich, Italien, der Türkei, Österreich, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Rumänien, Venezuela, Irland, England, Schweiz, USA, Zentralafrika und auf die Philippinen.

Seit 2012 Dozent für Jazzgitarre an der Hochschule der Künste Bern, Schweiz.

Eigene Projekte:

HYPERACTIVE KID (mit Philipp Gropper, Christian Lillinger)

SPOOM (mit Jonas Westergaard, Christian Lillinger)

ROWK-Music


Als Sideman:

Field (Uli Kempendorff Quartett)

Benjamin Weidekamp Quartett

Wanja Slavin Sextett

Berlin Art Orchestra

Lauer Large…


Diskographie (Auswahl):

Hyperactive Kid 1. (2004)
Hyperactive Kid 2. (2006, Shoebill Music)
Hyperactive Kid 3. (2007, jazzwerkstatt)
Hyperactive Kid „Mit dir sind wir 4“ (2009, jazzwerkstatt)
Out With It / Uli Kempendorff Quartett (2006, Phonector)
Berlin Calling (2007, ACT Music)
Rollercoaster / Rolf Kühn & Tri-O (2008, jazzwerkstatt)
Scirocco / Wanja Slavin Quintett (2009, jazzwerkstatt)
Close up / Rolf Kühn & Tri-O feat. M. Schriefl (2009, jazzwerkstatt)
Konstanz Suite / Lauer Large (2009, jazzwerkstatt)
Louise / Uli Kempendorff Quartett (2010, Jazzhausmusik)
Symethree / Henning Sieverts Trio (2012, Pirouet)
Melanoia / Dejan Terzic (2013, Enja)
Ronny Graupes Spoom (2013, Pirouet)
As They Are / Ronny Graupes SPOOM (2013, Shoebill Music)


Auszeichnungen (Auswahl):

erster Preisträger des Landeswettbewerbes "Jugend musiziert – Jugend jazzt", 1997 in Sachsen, 2001 Jazznachwuchspreis der Stadt Leipzig und der  Marion Ermer Stiftung


www.ronnygraupe.de

 

 

Christian Lillinger

(Schlagzeug, Percussion, Komposition)


geboren in Lübben (Spreewald), Studium an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden von 2000-2004 bei Günther „Baby“ Sommer. 2001-2003 Mitglied im BuJazzO unter der Leitung von Peter Herbolzheimer.

Live oder im Studio (als Sideman und in eigenen Projekten) mit John Tchicai, Joachim Kühn, Mederic Collingnon, Wadada Leo Smith, Gerd Dudek, Barre Phillips, Rolf Kühn, David Liebman, Wilbert De Joode, Evan Parker, William Parker, Miroslav Vitous, Joe Lovano, Joe Williamson, Ernst-Ludwig Petrowsky, Urs Leimgruber, Manfred Schoof, Simon Nabatov, Alexander von Schlippenbach, Julia Hülsmann, Peter Evans…

Konzertreisen nach Italien, Polen, Türkei, Schweden, Dänemark, Niederlande, Portugal, Kroatien, Belgien, Österreich, Slowenien, Ungarn, Frankreich, Russland, Venezuela, Rumänien, Zentralafrika, Philippinen…

Eigene Projekte:

HYPERACTIVE KID (mit Philipp Gropper, Ronny Graupe)
GRUND (mit Achim Kaufmann, Christopher Dell, Jonas Westergaard,
Pierre Borel, Robert Landfermann, Tobias Delius)
GRÜNEN (mit Achim Kaufmann, Robert Landfermann)

Diskographie (Auswahl):

Hyperactive Kid 1. (2004)
Hyperactive Kid 2. (2006, Shoebill Music)
Hyperactive Kid 3. (2007, jazzwerkstatt)
Hyperactive Kid „Mit dir sind wir 4“ (2009, jazzwerkstatt)
Rollercoaster / Rolf Kühn & Tri-O (2008, jazzwerkstatt)
Scirocco / Wanja Slavin Quintett (2009, jazzwerkstatt)
Close up / Rolf Kühn & Tri-O feat. M. Schriefl (2009, jazzwerkstatt)
Henrik Walsdorff Trio (2009, jazzwerkstatt)
Nicht ohne Robert Vol. 1 (2008, JazzHausMusik)
First Reason / GRÜNEN (2009, Clean Feed)
Scirocco / Wanja Slavin Quintett feat. Médéric Collignon (2009, jazzwerkstatt)
Grünen / GRÜNEN (2010, Clean Feed)
Second Reason / GRÜNEN (2009, Clean Feed)
Zeitkratzer / [old school] - Karlheinz Stockhausen (2011, Zeitkratzer Rec.)
Dell, Westergaard, Lillinger feat. John Tchicai (2012, jazzwerkstatt)
Dörner, Leimgruber, Landfermann, Lillinger (Creative Sources)
As They Are / Ronny Graupes SPOOM (2013, Shoebill Music)
Starlight / Slavin-Eldh-Lillinger (Unit Records)

Auszeichnungen (Auswahl):

Preisträger des internationalen Improvisationswettbewerbes in Leipzig, 2000


www.myspace.com/christianlillinger

http://www.zeit.de/2012/49/Schlagzeuger-Christian-Lillinger-Jazz

http://www.spiegel.de/kultur/musik/jungjazzer-christian-lillinger-a-878223.html

Die neue Sperrigkeit

Bei der achten Ausgabe des Just-Music-Festivals in Wiesbaden geht es wieder einmal um richtig viel….. Und ganz zu Anfang des dreitägigen Festivals, quasi als Vorspiel, jonglieren Hyperactive Kid wunderbar rotzig mit den Erwartungen, die an ein junges Berliner Jazz-Trio so gestellt werden. Denn Philipp Gropper, Ronny Graupe und vor allem Christian Lillinger haben sich den Ruf erarbeitet, schlaue, furiose, hedonistische Musik zu machen, die immer in Bewegung ist, immer auf dem Sprung. Nach jetzt auch schon 10 Jahren Triogeschichte verweigern sie sich all dem erst einmal auf ganz großartige Weise. Über Minuten hört man dem abgewürgten Zupfen von Graupes Gitarre zu, die Pausen zwischen den Stücken wirken später fast absichtlich zerdehnt, als hätten die Drei eine neue Lust an der Stille und am Stillstand gefunden. Diese Sperrigkeit muss man sich leisten können. Für Hyperactive Kid ist das kein Problem, denn ihre Musik ist so verdammt gut, dass man sie sich gerne erobert. Und Lillinger am Schlagzeug zuzusehen, ist wie immer ein Ereignis. Wie kaum ein anderer macht er Energie nicht nur hör-, sondern auch sichtbar. Dass er seine Triokollegen damit auch mal überrollt, dass er überpräsent ist – geschenkt. Hier geht es um was.
Und wer kann das schon von sich behaupten.
Tim Gorbauch, Frankfurter Rundschau, 25.02.2013

 

Hyperactive Kid, die populärste Avantgarde-Band der Stadt
Tip Berlin, September 2010

 

I left euphoric. I had come with no expectations, no point of reference. What I experienced was better than a great performance; it changed my idea of what jazz could be.
Max Levenson, www.mixtapemuse.com, Juli 2010

 

Ende März im Berliner Programm-Kino Babylon. (...) Auf dem Plan standen Ravi Coltrane mit seinem Quartett, Don Byron mit seinem neuen Gospel-Outlet und als verbindendes Glied in der Lounge die Berliner Band Hyperactive Kid. (...) Die großen Gewinner des Abends waren Hyperactive Kid. Das Publikum war wegen der großen Stars aus New York gekommen und trug eine Berliner Band im Ohr nach Hause. Hyperactive Kid hatten keine Ahnung dass sie die Retter des Abends waren. Doch sie traten mit einer Leidenschaft und kreativen Power in Aktion, als wäre es der letzte Abend ihrer Laufbahn. Diese Performance machte Spaß, denn sie hatte etwas mit der Wirklichkeit zu tun, der jede einzelne Besucher an diesem Tag irgendwo in Berlin begegnet war. Saxofonist Philipp Gropper, Gitarrist Ronny Graupe und Drummer Christian Lillinger spieleten nicht für ihre eigene Gefolgschaft und rissen die Leute trotzdem aus ihrer Pausen-Lethargie. Urbane Beiläufigkeit und individuelle Intensität ergaben genau jene Liaison, die Berlin so lange gefehlt hatte.
Wolf Kampmann, Jazzthing #84, Juni 2010

 

Nun haben Hyperactive Kid eine CD mit gleichem Titel veröffentlicht - „Mit dir sind wir 4“. Doch ihre Musik sprengt die Grenzen des bis dato unter gleichem Titel Veröffentlichtem. Ein schöner Zufall.... oder auch nicht..... ist es dennoch. Das Thema der Band Hyperactive Kid dreht sich um die Moderne Musik gepaart mit Jazzattitüden, Rockfärbungen und Drum & Bass Charakteren. Ein spannendes Feld sich unverwechselbar und unikal zu entwickeln. Mit Klangkonstrukten spielen, unkontrollierte, originelle Wege einschlagen und überraschende Sprünge innerhalb der Musik vollziehen, diese Vorgehensweise gipfelt in einem überaus innovativen Projekt, das die Jazzszene zur Zeit umwirbelt. Seit 2003 sind die drei jungen Berliner Musiker gemeinsam in einer expressiven Experimentierphase eingetaucht. Ihre Musik lebt von der konspirativen Dynamik der Instrumente. Ein Hauch „Free“ lässt sich da sicherlich nicht ausschließen und schränkt die normalen Hörgewohnheiten in keinster Weise überraschend ein. Doch sollte man nicht schon nach den ersten zwei Takten die Flinte ins Korn werfen. Abgesehen davon, dass alle drei Musiker mit ihren jungen Jahren ausgesprochen versiert zu Werke gehen, verbergen sich hinter den Kompositionen spannende Entdeckungsfelder. Quietschbunte Stimmungen werden gezüchtet, weggeblasen und wieder aus dem Hut gezaubert. Sensible Färbungen, wirkungsvolle Gehörtreffer und harmonische, disharmonische Innovationen schlängeln sich von Komposition zu Komposition. Ein weites, freies Spiel der Balancen. Verwandelbar. „Mit dir sind wir 4“ - ...in einem Boot sitzen Philipp Gropper (Saxophon), Ronny Graupe (7-String Guitar), Christian Lillinger (Drums). Frisch, fröhlich, frei und ungezwungen. Die Logik hat ihre eigene Gesetzmäßigkeit. Stimmungsvolle Stimmungen – eben Kopfmusik. Aufgenommen wurden die sieben Stücke live am 28. & 29. May 2009 im Berlin A-Trane
Rainer Molz, monstersandcritics.de, April 2010

 

Vielleicht war man aber auch bloß schon zu sehr verwöhnt vom Auftritt der ersten Band dieses Abends, Hyperactive Kid. Was sich ein wenig nach trendiger Teeniegroup anhört, ist in Wahrheit eine der innovativsten und brillantesten Formationen des zeitgenössischen Jazz. Das basslose Trio mit dem Gitarristen Ronny Graupe, dem Saxofonisten Philipp Gropper und Christian Lillinger am Schlagzeug behauptet - anders als Panzerballett - nicht bloß, neue Wege zu gehen. Auch die drei Berliner arbeiten mit musikalischer Dekonstruktion, doch ihr Ansatz geht weitaus tiefer, indem sie nicht nur mit Haltungen spielen, sondern an die Substanz der Musik selbst gehen. Zeitstrukturen werden hier mittels raffinierter kompositorischer Verfahren auf den Kopf gestellt, Improvisationen nehmen Anlauf und stocken, beißen sich fest in einem Akkord, finden einen anderen Weg. Töne und Geräusche werden verflochten wie in der neuen Musik, bekannte Muster leuchten kurz auf, vieles klingt bekannt und ist doch ganz anders. Die atemberaubende technische Virtuosität der drei Musiker, die ihr Jazzeinmaleins allesamt verinnerlicht haben, geht dabei völlig auf in einer Dichte des Zusammenspiels, wie man sie nur von wenig langjährig bestehenden Formationen kennt. Schön jedenfalls, dass die Stuttgarter Opus GmbH, die alljährlich im Sommer die Jazz Open veranstaltet, dieses kleine Festival dazu genutzt hat, auch mal Bands einzuladen, die jenseits des Mainstream schwimmen.
Frank Armbruster, Eßlinger Zeitung, Februar 2009

 

Superplatte: "3", das neue Album des Berliner Jazztrios Hyperactive Kid, changiert zwischen Free Jazz, E-Musik und Pop. Die Musiker verschmelzen ihre Songs zu einem gewaltigen Soundgemälde.
Caspar Boehme, taz.de, Mai 2008

 

Wie bei allen guten Musikern reicht einmal hören nicht aus, um alle musikalischen Bewegungen, Interplays, Tonfolgen und das außergewöhnliche Konzept in Komposition und Weiterführung zu erkennen. Was fällt auf? Extrem enges Zusammenspiel, die Band atmet zusammen. In den Soli hört man die unerwarteten Phrasen, Noten, Articulations, Dynamics, und nichts anderes ist eine wahre Improvisation. 
Diese drei Musiker spielen auf höchstem Niveau des Jazz. Alle ausgestattet mit großer Musikalität und Instrumentenbehandlung und einer Vision vom Sound, von Komposition und Improvisation. Das ist Musik von heute. 
Der Zuhörer lässt sich auf eine Reise ins eigene Innere ein, weil eben jene jungen Musiker eine Tiefe haben. Also unbedingt mehrmals hören, man entdeckt immer wieder neue Zusammenhänge, Musik für Bauch und Geist.
Joachim Kühn zur CD „3.“, Februar 2008

 

Achtung, in diesem Porträt der Berliner Band Hyperactive Kid kommt schon im ersten Satz das Wort Freejazz vor. Unbedingt trotzdem weiterlesen. Es lohnt sich. Retro-Trends gibt es, seit es Musik gibt. Dass drei junge Musiker den Freejazz wiederentdecken und in höchst konstruktiv, kunstvoll und auch hörbar lustvoll weiterentwickeln, ist eigentlich ein unerwarteter Retro-Trend. In Zeiten, wo alles von Career Development und Networking spricht, denken sie nicht an Gigs und Plattenverträge, sondern einfach an neue, kompromisslose Musik. 
Was sich zunächst so frei anhört, ist in Wirklichkeit von allen drei beteiligten Komponisten durchdacht und wird im Konzert auswendig gespielt (und selbstverständlich auch adhoc manches „dazu komponiert“, also improvisiert). Komponist Philipp Gropper spielt Tenor- und Sopransaxophon und beweist bei den suitenartigen Kompositionen von überdurchschnittlicher Länge einen wahrlich langen Atem. Auf einen Bass verzichtet das Trio. Komponist Ronny Graupe spielt dafür eine siebensaitige Gitarre. Und der dritte Komponist, Christian Lillinger, spinnt am Schlagzeug virtuos die Fäden. Sein früherer Lehrer Günter „Baby“ Sommer gab ihm ein Empfehlungsschreiben mit, aus dem das folgende Zitat stammt: „Scheinbare Strukturlosigkeit verwandelt sich schnell in ein raffiniertes Kompositionsprinzip. In scheinbarer Absichtslosigkeit werden wir in ein Spannungsfeld gezogen, aus dem wir beim Zuhören nicht entkommen können. Diese Musik verlangt einen aktiven Hörer, der seinen Verstand nicht mit dem Mantel an der Garderobe abgibt.“ Sommers Einschätzung kann man vielleicht noch ergänzen: Hyperactive Kid pflegt keinen puristischen Intellektualismus. Neben dem Vergnügen am klugen Zusammenspiel produziert das Trio auch Ausdrucksmusik vom Feinsten: Aggression, Liebe, Trauer, Freude, Verträumtheit – alle erdenklichen emotionalen Zustände werden in ihren Werken durchlebt. Eine Entdeckung.
Martin Kolb, Jazzzeitung, Januar 2008

High Five High Five Herbst 2013 jazzwerkstatt
Mir dir sind wir vier Mit dir sind wir 4 2009 jazzwerkstatt
3 3. 2007 jazzwerkstatt
2 2. 2006 Shoebill Music
1 1. 2004 Eigenverlag

Philipp Gropper

Tenor- & Sopransaxophon, Komposition

 

Ronny Graupe

Gitarre

 

Christian Lillinger

Schlagzeug

Vesna Pisarovic

„with Suspicious Minds“

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With Suspicious Minds ist ein experimentelles Jazz Projekt, das sich ganz der Musik Elvis Presleys verschrieben hat. Indem sie forsch in den gängigen Kanon der zahlreichen Imitationen und Interpretationen von Elvis einbrechen, schaffen es die Suspicious Minds, der Musik überraschende und neue Wendungen zu geben. Dies gelingt nicht nur mit den Mitteln der Ironie und Distanzierung, die den King of Rock'n Roll aus dem üblichen Pop-Milieu entführt, sondern auch mittels der
Dekonstruktion von 'des Königs neuen Kleidern', in die sich der amerikanische Titan einhüllte: vom Bluesgewand, der Country- und Gospel-Tracht bis zum Jazz-Smoking. Elvis ohne Elvis, d.h. Elvis, befreit vom süßlichen Glanz der Popwelt, wird bei With Suspicious Minds zur Grundlage einer neuen musikalischen Synthese, aber auch die Vorlage für das kreative Zusammenspiel der Musiker. Zu Vesnas eigenständiger Stimminterpretation gesellen sich australische und deutsche Musiker, die auch mit ihrer musikalischen Herkunft die Hybridität der Berliner Musikszene repräsentieren: zwischen Jazz und freier Interpretation, Struktur und 'Unstruktur', Erwartetem und Unerwartetem.

Vesna Pisarovic ist eine in Berlin lebende Sängerin. Zu Jazz und improvisierter Musik kam sie über Umwege. Zunächst machte sie ihren Bachelor in Phonetik und Literatur in Zagreb, etablierte sich als Popsängerin in Kroatien und anderen Ländern des früheren Jugoslawien. 2006 zog sie nach Den Haag, wo sie Jazzgesang studierte, in London erlangte sie ihren M.A. in Musikperformance an der Guildhall School of Music and Drama.
 
Gerhard Gschlößl studierte Jazzposaune und Komposition in Würzburg. Seit 2004 lebt er in Berlin, wo er sich in der europäischen Jazz- und Avantgarde-Szene einen Namen gemacht hat. Zusammenarbeit u.a. mit Sam Rivers, Albert Mangelsdorff, Billy Hart, Michael Mantler.

Jan Roder studierte Musik in Hannover. Er begann seine Karriere als Rockmusiker und lebte längere Zeiten in Brasilien. 1995 kam er nach Berlin, wo er mit Musikern wie Ulrich Gumpert, Ernst-Ludwig Petrowski, Manfred Schoof, Uschi Brüning, Joachim Kühn, Aki Takase, Gunther Hampel, Mircea Tiberian und Axel Dörner Tourneen und Konzerte spielte.

Steve Heather ist ein australischer Schlagzeuger und Künstler. Er hat Perkussion und Improvisation am Victorian College of the Arts in Melbourne und Performance am DasArts in Amsterdam studiert. Er hat mit Tobias Delius, Axel Dörner, Jan Röder und vielen anderen gearbeitet.

„Elvis for Champion gegen Champions League“

…zur gleichen Zeit die kroatische Jazzsängerin Vesna Pisarovic und ihre Band mit einem Elvis-Presley-Projekt das Publikum begeistern konnten. Wie im Laufe des Abends die faszinierende Stimme von Vesna bald dominierte, sich mit Bass- oder Posaunenklängen zu bizarren Duos vermischte, wie Gerhard Gschlößl und Jan Roder die Sängerin mit witzigen, groovigen instrumentalen Figuren umspielten, wie alle drei Instrumentalisten mit atemberaubenden Soli brillierten, all das machte den frischen, witzigen und wie improvisiert wirkenden Sound dieses Quartetts aus, die Elvis-Texte  wirkten „forever young“.  

Dietmar Ebert, Mai 2013, Thüringer Allgemeine Zeitung

 

„Elvis ohne Schmelz“

Jazz-Talk – Sängerin Vesna Pisarovic und „Suspicious Minds“ zu Gast in Darmstadt

2002 nahm die kroatische Sängerin Vesna Pisarovic am europäischen Schlagerwettbewerb teil. Inzwischen hat sie sich zur charakterstarken Jazz-Sängerin entwickelt: Am Freitag brachte sie Kostproben ihrer ungewöhnlichen Kunst ins Darmstädter Jazz-Institut. 

In der Unterhaltungsmusik sind Remakes, Wiederholungen, Kopien und Coverversionen keine Seltenheit. Auch die kroatische Sängerin Vesna Pisarovic, die am Freitag Talk-Gast im Darmstädter Jazzinstitut war, beherrscht diese Kunst. Die ehemalige Teilnehmerin des Eurovision Song Contest begeisterte mit einer brillanten Mischung von Jazz und Rock’n’Roll à la Elvis Presley, dessen Welthits „I Feel So Bad“ und „Love Me Tender“ den Anfang und das Ende ihrer ungewöhnlichen Darbietung markierten. Den letzten Song kleidete sie in ein skurriles gemeinsames und bewusst wenig abgestimmtes Vorsingen jenes Textes, den Pisarovic normalerweise mit ihrem engsten Partner, Gerhard Gschößl an der Ventilposaune, interpretiert. Seit zehn Jahren experimentiert die Sängerin mit den Stilen Electro Sound, Folk, Rock und Jazz und hat jetzt zusammen mit dem Posaunisten Gschößl, Jan Roder (Kontrabass) und Steve Heather (Schlagzeug) eine passende Plattform gefunden, populäre Songs der Pop-Legende Presley von ihrem natürlichen Schmelz zu befreien und in ihrer Songform genüsslich zu dekonstruieren, seien es „Always On My Mind“, „Big Boss Man“ oder „Crawfish“. Dabei hilft ihr die intensive und mustergültige Beherrschung der Phonetik mit Modulationen und Pfeiflauten („Mystery Train“), der gekonnte Umgang mit der englischen Sprache, die nach ihrem eigenen Befinden erst die Basis schuf für den nötigen Swing. Dass dies in der Interpretation so reibungslos ineinander greift, ist letztlich neben ihr auch dem Ensemble „Suspicious Minds“ zu verdanken, dem Posaunisten Gerhard Gschößl, dessen Ton mit allen Ecken und Kanten daherkommt, nie glattpoliert wirkt, wenn er die exaltierte Stimme Pisarovics umkurvt, stört und markant begleitet. 

Hinzu kommen der Bassist Jan Roder, der in fast allen bedeutenden Jazzgruppen Berlins mitmischt, und der aus Australien stammende Schlagzeuger Steve Heather, der seit geraumer Zeit ebenfalls in Berlin lebt. Der kratzige Ton seines kupfernen Beckens ist passt ideal zu diesem Schlachtfest bekannter Elvis-Songs. Selten hat man die Melodien derart schräg gehört. 

Ulfert Goemann, Mai 2013, Echo-Online

 

 

 

"Better than excellent, they put the audience on the feet."
Vesna Pisarović prezentira glazbu Elvisa Presleya u formaciji bubnjevi-kontrabas-trombon. Kao najpozitivnija stvar koncerta može se navesti to što se ne posvećuje samo najvećim hitovima, nego svoje mjesto na repertoaru nalaze i neke manje poznate Kraljeve (Careve?) pjesme, poput "Crawfish" ili "I Feel So Bad". Čak se našlo i mjesta za ona tri odlična rock'n'roll komada koja vrlo često idu zajedno - "Trouble", "Big Boss Man" i "Guitar Man".
Neke pjesme Vesnin je bend usporio, poput "See See Rider", dok su druge bile brže nego u originalu, kao "Blue Moon". Na pjevačici se trema vrlo jasno vidjela u prvih nekoliko pjesama, no svakom je minutom postajala opuštenija i atmosfera na koncertu rasla je proporcionalno s njenim raspoloženjem.
Njena je misija suprotna od Holograma, koji jazz odvlače u rock glazbu, ona Elvisov rock dovodi u jazz forme u kojima trombonist i bubnjar povremeno studiozno stvaraju glazbu, a povremeno proizvode neartikulirane zvukove, namjerno izazivajući kaos koji Vesna potencira na n-tu svojim scat pjevanjem. I iz toga kaosa rađa se umjetnost. Možda taj kaos i jest umjetnost.

Iako Elvisove koncerte možemo gledati samo na DVD-ima, ponekad je lijepo poslušati i drugi pristup njegovoj glazbi i onda uspoređivati. Kako bi Elvis zvučao kod Sama Philipsa u Memphisu u srpnju 1954. da je odlučio da mu glavni instrument ne bude gitara, već trombon?
MUSICA.HR / Zagreb / March 2013


Elvis Presley nackt, ohne Haartolle, Westernboots und Glitzerjacke. Als die Sängerin Vesna Pisarovic entkleidet hat, sieht man das Potenzgerüst in seiner natürlichen Form – ein Rock'n'Roll-Sänger (Presley) begegnet seiner Basisfigur (Pisarovic). Die instrumentale Ausstattung hat echtes Presley-Zerstörungspotential: Posaune, Drums, Bass. Gleichwohl beabsichtigt niemand, das Generationenidol auseinander zu nehmen. Reduziert auf die Faszination der Songs saugen Pisarovics Interpretationen von „Heart Break Hotel“ oder „Are You Lonesome Tonight“ die Essenz aus dem Rock'n'Roll. Den Instrumentalisten bleibt genügend Raum, einen quergekämmten Sound, der mal hart, mal poetisch den Gesang von Vesna Pisarovic unterstreicht. Wo Elvis sein Publikum dahin schmelzen ließ, konterkarieren Gerhard Gschlössl, Clayton Thomas und Steve Heather wie schräggebürstet die bekannten Songs, während Pisarovic die Basis der Lieder durch ihre Stimme in den Vordergrund singt.

Westzeit / September 2012

Es ist tatsächlich etwas Verdächtiges um dieses Produkt der Jazzwerkstatt: Da ist zunächst der enigmatische Titel, und dann scheint die Besetzung irgendwie verquer. Zum einen ist Vesna Pisarović eine kroatische Eurovisionsteilnehmerin und in ihrer Heimat ein Popstar, ihre drei Partner wiederum sind gestandene Größen der Berliner Improvisationsszene. Der Schein trügt: Vesna Pisarović ist eine selbstbewusste Frau und lässt sich nicht auf ein Genre festlegen; die Australier Clayton Thomas am Kontrabass und Steve Heather am Schlagzeug sowie der Deutsche Gerhard Gschlössl an der Posaune sind stimmige Wahl für ein Elvis-Presley-Programm, bei dem man sich scheut, es mit dem Begriff Cover zusammenzubringen; zu überwältigend originell und zu risikobereit entdeckungsfreudig ist diese Musik.
Vesna Pisarović hat Sprachen studiert, und sie spürt denn auch intensiv den sprachlichen Aspekten der Songs des King Of Rock ’N’ Roll nach. Sie tut das mit mädchenhaft kleiner, aber klar und schnörkellos artikulierender Stimme. Restvorstellungen beim Hörer von Schluchzen und Pathos werden vom staubtrockenen Humor der vorwitzigen Posaunenkommentare schon im Ansatz verdampft. Auf collageartig interpolierte Free-Jazz-Passagen folgen abgedrehte Grooves, die mächtig Laune machen und doch ganz cool jegliches Rock-’N’-Roll-Gehabe negieren, obschon da vieles um die Blues-Ecke herumkommt. So dargeboten offenbaren die guten alten Elvis-Texte herrlich unprätentiös eine lakonische Tiefe, die man von Anfang an vergnügt und dann mit zunehmend gespannter Entdeckerfreude zur Kenntnis nimmt. 


Rondomagazin, Thomas Fitterling, September 2012


Die Berliner Musiker und die grandiose kroatische Sängerin widmen dem grossen Elvis ein besonderes Projekt: “Comeback Special” is a jazz and improvised music project devoted to Elvis Presley. Through an ironic and deconstructive approach of jazz and free improvisation, we sought to examine the various roots of Elvis’s music, to emphasize their heterogeneity and to find new ways of their synthesis. This is why we built our music around contrasts between the familiar and the unfamiliar, the expected and the unknown, counterpoising the ordinary structure of the vocal and musical themes with a playful improvisation with musical forms. With the distinctive contributions of three idiosyncratic Berlin-based musicians and with Vesna’s powerful albeit lyrical vocal performance, we have created a truly unique sound, which successfully integrates popular music with the jazz and experimental idiom.

Eremitage / Schwaz

„With Suspicious Minds“ ist eine experimentelle und ironische Begegnung mit dem Erbe des King of Rock and Roll, ein Jazz-Album mit Spaß an der Improvisation und einem leichten, fast mühelosen, lyrischen Touch. Der Klang ist das Ergebnis einer besonderen Mischung. Der charakteristische Beitrag von drei eigenwilligen Berliner Jazzmusikern verknüpft sich kunstvoll mit Vesnas coolem Gesang (sie selbst ist ja berühmt durch ihre Popmusik, und jetzt stellt sie eine ausdrücklich unpoppige Version des großen Pop-Idols vor). Ihre Artikulation ist präzise, aber locker. Ein bisschen weniger Geprotze und ein bisschen mehr Konversation: man hört wieder zu, hört wieder die Poesie der Verse, jetzt, wo sie in einen ganz anderen musikalischen Kontext gebracht sind. Vesna und die Bandmitglieder sind weitaus mehr als ein Ensemble. Es gibt einen echten Dialog untereinander, und jeder hat seine eigenes Profil. Das ist nicht der Elvis eurer Väter (oder Großväter), sondern die neuartigen Arrangements, die eure Hörgewohnheiten erschüttern werden.

Amazon / CD Kritik

With Suspicious Minds With Suspicious Minds 2012 jazzwerkstatt

Vesna Pisarovic

Gesang

 

Gerhard Gschlößl

Posaune

 

Jan Roder

Kontrabass

 

Steve Heather

Schlagzeug

Julie Sassoon

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Das Spiel der britischen Pianistin und Komponistin Julie Sassoon erinnert an den kraftvollen Stil der großen russischen Komponisten wie Skrjabin und Rachmaninow und hat dabei dennoch einen bemerkenswerten Sinn für zeitgenössische, rhythmische Impulse. Ihr Soloalbum „New Life“ (Babel, UK) erhielt schwärmerische Kritiken und wurde vom Magazin „Jazzwise“ unter die Top Ten in der Rubrik „Internationale Albums“ gewählt.
Ihr Soloauftritt und danach ein Auftritt von  „Oregon“ in der Londoner Queen Elizabeth Hall im Rahmen des London Jazz Festivals wurde als eine der genialsten Paarungen des Events beschrieben und war dem „Evening Standard“ vier Sterne wert. Dem Auftritt folgte die Einladung zur legendären „Woman’s Hour“ der BBC.
2008 absolvierte Julie Sassoon eine erfolgreiche Solo-Piano-Tournee im Doppel zusammen mit Tom Arthurs’ Trio „arthurs.høiby.ritchie“. Für das 2008er Londoner Jazz Festival im Rahmen der BBC-Ausstrahlung „Jazz line up“ tat sie sich mit Tom Arthurs und Stuart Ritchie zusammen.

 

Seit 2009 lebt Julie Sassoon in Berlin.

 

Im April 2013 erscheint auf dem Berliner Label „jazzwerkstatt“ ihr neues Solo-Live-Album unter dem Namen „Land Of Shadows“. Zu hören werden höchst emotionale Aufnahmen aus der Neuen Synagoge Berlin (aufgezeichnet vom Kulturradio rbb), dem Bauhaus Dessau und dem Loft in Köln sein.

Julie Sassoon ist eine klassische ausgebildete Pianistin und Violinistin. 1988 schloss sie ihr Musik- und Kunststudium an der Lancaster University mit einem Universitätspreis für ihr Klavierspiel ab und studierte danach noch am Leeds College of Music in den Fächern Jazzpiano und Indische Geige.

Kritiker und Publikum wurden im Jahr 2000 erstmals auf sie aufmerksam, als sie mit dem Schlagzeuger Bart van Helsdingen und dem Saxophonisten und Bassklarinettisten Lothar von Ohlmeier das Trio „Azilut!“ gründete. 2001 veröffentlichte das Trio sein Album „To The Power Of Three“ beim Londoner Label Babel. „Azilut!“ spielte auf den großen Bühnen und Festivals in ganz Großbritannien und Europa und erhielt hervorragende Kritiken.

Julie Sassoon wurde Mitglied des zeitgenössischen Ensembles für sechs Klaviere  „Piano Circus“. Im Duo „Inside Colours“ spielt sie mit Lothar Ohlmeier. Außerdem war Sie u.a. Mitglied in Martha Lewis’ Weltmusikensemble „Café Aman“, spielte mit Akkordeonistin Karen Street im Duo und konzertierte mit „Freefall“, einem Quartett mit Tom Arthurs, Lothar Ohlmeier und Milo Fell.

2006 veröffentlichte sie ihr von der Kritik gefeiertes Soloalbum „New Life“ (Babel Records). Das Magazin Jazzwise wählte es zu den beliebtesten internationalen Alben des Jahres. Ihr Soloauftritt und danach ein Auftritt von  „Oregon“ in der Londoner Queen Elizabeth Hall im Rahmen des London Jazz Festivals wurde als eine der genialsten Paarungen des Events beschrieben und war dem „Evening Standard“ vier Sterne wert. Dem Auftritt folgte die Einladung zur legendären „Woman’s Hour“ der BBC.

Neben ihrer Solokarriere baute Julie Sassoon seit ihrem Umzug nach Berlin einige neue aufregende musikalische Kollaborationen auf – so mit der israelischen Sängerin Efrat Alony. Gemeinsam versuchen sie die „jüdische Essenz“ in ihrer Musik zu erkunden. Außerdem spielt sie in einem improvisierenden Kammermusikduo mit dem Saxophonist Frank Paul Schubert, im Trio mit Tom Arthurs und Lothar Ohlmeier und im Duo mit der Perkussionistin Nora Thiele. „House Of Mirrors“ ist ein Quartett zusammen mit Peter van Huffel, Sophie Tassignon und Miles Perkin.

Im April 2013 erscheint Julies neues Soloalbum unter dem Titel „Land Of Shadows“ (jazzwerkstatt). Auf diesem Album erforscht sie ihre deutsch-jüdische Identität – ein Thema, das seit ihrem Umzug nach Berlin zu einem wichtigen Teil ihrer künstlerischen Arbeit wurde. Zu hören werden höchst emotionale Aufnahmen aus der Neuen Synagoge Berlin (aufgezeichnet vom Kulturradio rbb), dem Bauhaus Dessau und dem Loft in Köln sein.

Julie Sassoon konzertierte bisher in ganz Großbritannien und Europa, in den Baltischen Staaten und den USA, an Konzertorten wie der Queen Elizabeth Hall, der Royal Festival Hall, dem Barbican, dem BBC Radio Theatre, London, im Amsterdamer Bimhuis, in der Vilnius Concert Hall, der Royal Northern Music Concert Hall, dem Nikolaisaal Potsdam, im Pizza Express Jazz Club Soho, im Jazz Café Camden,  in der Djanogly Recital Hall Nottingham, in der Guildhall, beim Bath International Music Festival, London & Manchester Jazz Festivals und an der University of Pennsylvania.



Julie Sassoon hat unter anderem mit folgenden Künstlern zusammen gespielt:
Andreas Willers, Frank Paul Schubert, Efrat Alony, Lothar Ohlmeier, Bart van Helsdingen, Stan Sulzmann, Jan Roder, Tom Arthurs, Samuel Rohrer, Yorgos Dimitriadis, Miles Perkin, Rudi Fischerlehner, Ingrid Laubrock, Petr Cancura, Samuel Blaser, Stefan Werni, Hans Kanty, Christian Jandreiko, Milo Fell, Karen Street, Andy Tweed, Mike Walker, Nikki Iles, Martha Lewis, Klaus Kuervers, Max Richter, Paul Schwingenschlögl, Kalle Mews, Antonio Forcioni, Tobias Klein, Dylan Bates, Stevko Busch, Susanne Folk, Peter van Huffel, Sophie Tassignon, Elisabeth Tuchmann, Sam Britton, Dave Kane, Jasper Hoiby, Stuart Ritchie…

“Land of Shadows” is a wonderfully rich and beautiful record. It's also a very brave one that succeeds in taking its message beyond the personal into areas both more spiritual and profound. And, most importantly, its form, its content and its performance combine to tell its story of suffering and transcendence. This is its inner core, its strength of purpose and meaning.
Duncan Heining, All about Jazz, November 2013

...”Land Of Shadows” ... is a striking work. A mix of the simple and complex, gentle and strident, dark and light, it's powerful and affecting...     
Bruce Lindsay, All about Jazz, November 2013

...Thunderous bass notes, ringing churchbell-like passages, the subtlest of ethereal sounds highlighted by her light singing, are all incorporated, entirely naturally, in an improvisational method neatly described thus by Berlin Jazz Festival director Bert Noglik: ... from hidden depths she unearths the sounds, one by one, she threads them into chains, bundles them up into sound clusters, and lets them slide back gently into silence'... ...Immersion in her unique soundworld is an affecting experience..."  
Chris Parker – London Jazz News, October 2013

...soundboard-shaking power expressed along with meditative romanticism...
Ken Waxman - Jazzword

...Julie Sassoon's new album - "Land of Shadows" is a release which –
in my opinion – more than rivals another solo piano album recorded
nearly 40 years ago in Germany... Keith Jarrett Cologne Concert...
Mike Gerber - UK Jazz Radio

Sassoon’s capacity to sustain interest without resorting to licks, tricks or slickness of any kind is remarkable…music of rare beauty.
(Duncan Heining****, Jazzwise)

Julie Sassoon, a pianist of astonishing resources, applies a concentrated
beam of intelligence to everything she does ... an earnest, brilliantly gifted player.
(Mike Butler****, Jazz UK)

A solo performance by any of these exceptional musicians would have
an audience spellbound; together, they seemed capable of miracles…
… British jazz at its creative best
(James Griffiths ***** ,Guardian on Azilut!)

Julie's music possesses spiritual depth and a special lyricism entirely of its own.
(John Fordham, Guardian)

a superb, hard-edged, vigorous improviser as well as a mesmeric solo performer
(Chris Parker, Vortex, UK)

land of shadows Land Of Shadows 2013 jazzwerkstatt
New Life New Life 2006 Babel Records
To the Power of Three Azilut! - To The Power Of Three 2001 Babel Records
Inside Colours Inside Colours 1998 Jazzmoves UK

Julie Sassoon

Solopiano

 

Julie Sassoon

Piano

 

Nora Thiele

Percussion

Dirk Berger „Garagenjazz“

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Dirk Berger, Erfinder des „Garagenjazz“ und Mitglied des umjubelten Produzenten-Teams “The Krauts” (Peter Fox, Marteria, Adel Tawil u.a.). In seiner Jugend zwischen Metal und Hochschuljazzstudium in der größeren Stadt (Köln) und auswärts (Hollywood) mäandernd ohne jemals das Wort “crossover” in den Mund genommen zu haben. Weil er Purist ist. Ungeschwätzig, uneitel, selbstironisch, jederzeit die Pause über die Virtuosität stellend, geschmackssicher und im Dienste des Song. In seinem Kopf befindet sich der gesamte Elektrogitarren Kanon vom Blues bis Post-Pop. Und die Masse an Musik in ihm macht sparsam. Er geizt so sehr mit Tönen, dass man nach jedem Geräusch giert und geradezu überwältigt ist von plötzlich aufsteigenden Bläsersätzen über dem edlen Rhythmusduo unter dem Leadgesang der alten Stratocaster, die den Titel ausmalt und ihm Fleisch ansetzt – in Technicolor!
Er stellt sich als Gitarrist, Co-Produzent und Songschreiber gerne in den Dienst artverwandter Popgrößen und diese freuen sich, einen leuchtenden Stempel in ihre Live- und Studio Alben gedrückt zu bekommen.
Seine neue Jazzplatte ist übrigens ein Gedicht!

Das sagen die andern:

 

"der Berger spielt eine sehr ordentliche Gitarre, die was taugt.

Und mit Seele noch dazu!"
Alexander von Schlippenbach


“Da ist alles aus. Er ist der Endboss der Gitarristen.”
Marteria

“He´s a bad motherfucker”
Popette Betancor

“DARUM hat er in meiner Band gespielt!”
Peter Fox

“Der Mann hat Seele.”
Adel Tawil

“Riesen-geiler Gitarrist.”
Ms Platnum

“Berger ist an der Gitarre so konkret und selbstverständlich wie kein
zweiter! Er gehört in eine Reihe mit Malcom Young und Billy Gibbons.”
Based (SEEED)

 

Manche musikalische Persönlichkeiten sind so groß, da brauchst Du gar nicht anfangen, Dir ein Bild drüber zu machen – da passen die eh nicht drauf - egal von welcher Perspektive. Steve Gadd gehört dazu. Charles Lloyd. Dirk Berger auch. Fast ist er noch ein Tick größer. Fast.


Nicht nur, dass Berger eine von vier treibenden Kräften bei der Post-Turntablism-Live-Combo Lychee Lassie war. Der Saiten-Spezi mit Schulbuch-Bildungsweg widmete sein akademische Abschlussarbeit dem Linkshänder-Wunder Jimi Hendrix, spielt und komponiert regelmäßig mit den Kollegen von Seeed und Peter Fox, ist ein Teil der Marteria-Produzenten The Krauts und bringt mit "Garagen-Jazz" nun schon das zweite Album mit diesem Titel auf den Markt. Ausgerechnet auf Zughafen, dem Clueso-Label. Wer sich wegen Caspar Brötzmann und Marc Ribot (zu Recht?) vor Gitarren-Jazz fürchtet, sich aber für Charlie Byrd und Wes Montgomery zu jung fühlt, kann Bergers neuestes Werk blind kaufen. Dieses, anhand des kleinen aber feinen Kürzels "NY" von seinem sechs Jahre früher erschienen Vorgängers zu unterscheiden, wurde unter Mithilfe von Schlagwerker Jochen Rueckert, Bassmann Matt Clohesy, dem Tasten-Täter Niko Meinhold und Posaunist Jerome Bugnon eingespielt und aufgenommen. Laut Label-Waschzettel ist das Album "ein Gedicht". Kann man im Prinzip so stehen lassen. Kann man auch wie folgt spezifizieren: das Album ist ein Gedicht, und zwar keines von Günther Grass.


Das vor allen Dingen instrumentale Werk besticht zunächst einmal durch ein in allen Belangen gelungenes Cover. Ob Berger, der Jazzer, tatsächlich auf einer Flying-V gniedelt? - Wenn man dem Video Glauben schenken will ... Aber selbst für den Fall, dass es sich bei der Cover-Axe lediglich um eine Requisite gehandelt hat, die nach dem Shooting an den nächsten Schneemann verfüttert wurde – ästhetischst. Und passend sowieso. Für Grenzwanderer wie Berger ist der Platz zwischen Baum und Borke gerade groß genug. Und wie man sieht, lässt sich eine solche Tatsache auch ganz subtil vermitteln, es braucht kein mehldausches Donnern.


Wie man hört, übrigens auch. Berger untertreibt für die volle Länge des Albums. Diese Art von Understatement durchzuhalten, ist keine kleine Leistung. Hemingway hätte hier und da auch gern mal einen Bandwurmsatz eingeflochten. Allein es hat nicht sein sollen. Ansonsten ist die Grundstimmung eine entspannte und vollkommen unhektische. Laut und eruptiv wird es eigentlich nur an zwei Stellen – "There" und "Trailerpark Shauna". Bei 10 Songs sind das 20%. Ein ganz nebenbei vollkommen überflüssiger, weil nichts aussagender Index. Dafür aber 100% Eigenkompositionen. Von denen nicht wenige wegen ihrer Titel zu Spekulationen anregen. Ist "Haden" eine Reminiszenz an Charlie? Und wie ist dann "Charlie" aufzufassen? Was soll es bedeuten, dass "Lanois" klingt wie ein seltsame Adaption von "50 Ways To Leave Your Lover".
Glücklicherweise schmeichelt Bergers Werk dem Ohr auch ohne entsprechende Antworten. Die beiden Pole, die dem Autor als klangliche Orientierung dienen, lauten Karate (natürlich ohne Gesang) und Gabor Szabo ("Bacchanal" und "Dreams"). Aber noch nicht einmal die braucht es, um sich Berger und seinen sechs Saiten genüsslich hinzugeben. Die beweihräuchernden Bucheinschlag-Werbetexte im Video genauso wenig.
joinmusic.com



Wie leicht es andererseits mitunter ist, regionalen Stereotypen zu entfliehen, demonstriert Dirk Berger mit "Garagenjazz NY". Weder der Aufnahmeort des Albums, das im Titel verewigte New York, noch Bergers aktueller Wohnort Berlin, wo er als Teil des Produzententeams The Krauts für Peter Fox oder Marteria erfolgreich gearbeitet hat, sind zu hören. Auch scheint keine Rolle zu spielen, dass Berger als Gitarrist in Peter Fox' Band auf Tour geht und auf dem Garagenjazz-Cover eine Flying V hochhält, eine typische Metal-Gitarre, denn auf seinem Solo-Album findet sich tatsächlich der im Titel versprochene Jazz.
Unterstützt von Jochen Rückert am Schlagzeug und Matt Clohesy am Bass spielt Berger geschickt mit dem Brummen des Gitarrenverstärkers, oft tänzeln seine Improvisationen nur haarscharf an einer Rückkopplung vorbei. Die sechs Saiten übernehmen die Funktion, die sonst dem Saxofon oder der Trompete im Jazz-Trio zusteht, geben aber auch der gelegentlich gastierenden Posaune von Jérôme Bugnon Raum. Vor allem gelingt Berger das Kunststück, seinem Instrument überraschende Tonfolgen zu entlocken, ohne jemals prätentiös zu wirken. Ein wenig erinnert sein Gitarrenton tatsächlich an den ruppigen, aber dann doch recht liebevollen Charme Brandenburgs.
TAZ, Thomas Winkler

Garagenjazz NY Garagenjazz NY 2012

Zughafen /

Rough Trade

Garagenjazz Garagenjazz 2006 JazzHausMusik

Dirk Berger

E-Gitarre

 

Niko Meinhold

Piano

 

Edward Maclean

Fender Bassgitarre

 

Kay Lübke

Schlagzeug

Kathrin Pechlof Trio

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Klangraum für die Phantasie. Die Musik der Harfenistin Kathrin Pechlof führt in ganz eigene Klangwelten. In ihrer Musik kommt die Harfe auf ganz eigene Art zu sich selbst. Harfentöne erklingen, harsch, trocken, schön, wie feine klingende Säulen, helle Saxophontöne und ein hochelastischer Bass schmiegen sich um sie herum. Mit enormem Fingerspitzengefühl und ganz wachen Ohren füreinander spielen Kathrin Pechlof, Christian Weidner und Robert Landfermann dieses spannend-ungewöhnliche Repertoire. Es entsteht Musik, die etwas von der Feinheit und Disziplin kunstvoller Lyrik hat: Möglichst wenige Töne erzeugen möglichst viele Stoff für die Phantasie.

Kathrin Pechlof wurde in München geboren und studierte Harfe, ebenfalls in München, am Richard-Strauss-Konservatorium, sowie später Jazzkomposition in Köln. Nach ihrem Harfenstudium gab sie Konzerte als Solistin, spielte in renommierten Kammermusikensembles und Orchestern. Daneben wandte sie sich allmählich dem Jazz zu, in avantgardistischen Ensembles wie dem Wanja Slavin Sextett und dem Cosmic Groove Orchestra, mittlerweile auch mit international so erfolgreichen Gruppen wie dem Andromeda Mega Express Orchestra. Es ist also ein völlig logischer Schritt, dass die Musikerin jetzt mit einem eigenen Ensemble in Erscheinung tritt, das eine zeitgenössische Jazz-Kammermusik mit vielen improvisatorischen Freiräumen spielt.


Der 1976 in Kassel geborene und heute in Berlin lebende Christian Weidner entstammt einer musikalischen Familie. Nach einigen Jahren Klavierunterricht wechselte er im Alter von 12 Jahren zum Altsaxophon, um mit 16 im hessischen Landesjugendjazzorchester und mit 17 im Bundesjugendjazzorchester (BuJazzO) Platz zu nehmen, u.a. unterrichtet von John Ruocco. Mit 18 Jahren wird er von Gunter Hampel engagiert, mit dem er bis 2002 acht Jahre zusammenarbeitet. 1996 erhält er mit dem Naima Jazzquintett, dessen Bandleader er von 1993 bis 1998 ist, den 1. Preis bei "Jugend jazzt".
 1996 begann er an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg seine musikalische Ausbildung, die er als Erasmus Austausch-Schüler an der Königlichen Musikschule in Stockholm fortsetzte und schließlich an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin 2002 beendete.
Als besonders prägend bezeichnete Christian Weidner zudem seine Zusammenarbeit mit Simon Stockhausen, John Schröder und Antonio Palesano. 1999 reiste er nach New York, um mit Gunter Hampel und Nils Wogram eine CD aufzunehmen und bei Kenny Werner Unterricht zu nehmen.
Von 2001 bis 2004 spielte er im Deutsch-Französischen Jazzensemble und hatte so die Möglichkeit, mit Albert Mangelsdorff zusammenzuarbeiten.
Auf „Pirouet“ sind mittlerweile 3 Alben des „Christian Weidner Quartett“ erschienen.



Robert Landfermann, geboren 1982 in Bonn
1998-2002 Kontrabassunterricht in Bonn bei Gunnar Plümer /
2002-2007 Studium Jazz-Kontrabass / 2007-2009 Studium Konzertexamen bei Prof. Dieter Manderscheid an der Musikhochschule Köln
verschiedene Masterclasses und Workshops bei Mark Dresser, Mike Richmond, Martin Wind, Hiram Bullock, Phil Woods, Drew Gress u.a.

Arbeitete mit: Joachim Kühn, Django Bates,, Tomasz Stanko, Barre Philips, John Taylor, Dave Liebman, Simon Nabatov, Urs Leimgruber, Jim Black, Manfred Schoof, Tobias Delius, Achim Kaufmann, Julian Argueilles, Frank Gratkowski, Thomas Lehn, Mederic Collignon, Gerd Dudek, Stephane Guillaume, Charlie Mariano, Markus Stockhausen, Rudi Mahall, Claudio Puntin, Mark Ferber, Steffen Schorn, Axel Dörner, Hayden Chisholm, Ramesh Shotham, Peter Evans, Lars Moeller, John Schröder, Wolfgang Haffner, Ian Thomas, Ben Perowski, Danny Gottlieb, NDR BigBand, Rhani Krija...

Preise: WDR-Jazzpreis 2009 / Horst und Gretl-Will Stipendium – Kulturförderpreis der Stadt Köln 2009 / Neuer Deutscher Jazzpreis 2009 mit dem Frederik Köster Quartett / Echo-Jazz 2010 für „Zeichen der Zeit“ des Frederik Köster Quartetts / Echo-Jazz 2012 für die Platte „source direct“ von Jonas Burgwinkel / Deutsches Mitglied des European Jazz Orchestra der EBU 2008

Seit 2011 Dozent an der Folkwang-Universität der Künste Essen für Jazzkontrabass.

IMAGINARIUM ist „CD des Jahres“ der MDR Figaro Musikredaktion.
Empfehlung von Michael Kuhlmann
MDR, 17.12.13


Die Harfenistin Kathrin Pechlof hat eine schöne hochkonzentrierte CD eingespielt. "Imaginarium" bringt sie mit zwei gleichberechtigten Partnern zusammen, Christian Weidner mit seinem kernig weichen Altsaxophon und Robert Landfermann mit seinem melodiös verantwortlichen Bass. Jeder Ton zählt in dieser "sprechenden", aufmerksam interaktiven Kammermusik und oft merkwürdig lieblichen Atonalität. Immer ist man zueinander unterwegs in einem Raum sozusagen adliger Heiterkeit, aber auch kontemplativen Ernstes. "Von Stille umwoben" heißt eine Komposition von Weidner. In anderen sind Rilke, Debussy ein Glücksspiel-Kreisel und ein Kyrie aus einer gregorianischen Messe die Anregungen. Das Harfenspiel von Kathrin Pechlof vermeidet klassische Banalitäten wie Galssandi und verschwommene Läufe, die Akkorde kommen mit zarter Macht und klarer Distinktion: Engel würden anders spielen!
Urich Olshausen, FAZ, 1.11.2013


Eines der unkonventionellsten, spannendsten und schönsten Alben des Jahres
Jazzpodium, Herbst 2013


Ein faszinierendes Stück filigraner Kammermusik mit viel Improvisation und Einfühlungsvermögen. Hier geht es, mehr als sonst üblich, um Feinheiten und kleinste Nuancen, die es wahrscheinlich erst beim wiederholten Anhören auszukosten gilt. [...] Eine imponierende CD für leise Töne und Momente.
Jazzpodium, Herbst 2013


Im Trio mit dem Saxofonisten Christian Weidner und dem Kontrabassisten Robert Landfermann erschließt Pechlof kammermusikalische Welten von stiller Schönheit und schlichter Eleganz.
Jazz thing, September 2013

Hörenswert: [...] das harfentypisch Süßliche, die Glissandi und Arpeggien sucht man hier vergebens. Stattdessen kann das ewig leichte und sphärische Instrument bei Pechlof zum mächtigen Rhythmusgeber oder zum geheimnisvoll raunenden Sprecher werden. Und Christian Weidner, Shootingstar unter den jungen deutschen Saxophonisten sowie der hochdekorierte Robert Landfermann bürgen für eine weit ausgreifende, phantasievolle, aber stets klare und aufs Wesentliche konzentrierte Tonsprache. Fast schon meditative Eindrücke abseits des Gewöhnlichen.
Oliver Hochkeppel, Süddeutsche Zeitung, 4.9.2013
 

Die geschickt verschachtelten Motive bewegen sich wie Teile eines luftigen Mobiles. Allein schon ein CD Titel wie Imaginarium und ein Kompositionstitel wie Gestalten sagen einiges aus. Phantasie und Kreativität prägen diese CD und die Tatsache, daß Kathrin Pechlof und ihre Mitmusiker, der Saxofonist Christian Weidner und der Bassist Robert Landfermann Raum lassen, macht es dem Hörer leichter, im allerbesten Sinne zu phantasieren. Umso mehr, als daß dieser leise, zum Teil geheimnisvoll daherkommende Kammerjazz sich jenseits üblicher Stilkategorien bewegt.
Karsten Mützelfeld, ARD Radiofestival, 4.9.2013

tl_files/beispielseite/content/Diskografie Fotos/Katrin Pechlof Trio/CD_Imginarium_Front.jpg  Imaginarium    2013  Pirouet 3073

Kathrin Pechlof
Harfe

Christian Weidner
Altsaxophon

Robert Landfermann
Kontrabass    

tl_files/beispielseite/content/band_fotos/La-Paloma---Das-Donnernde-Leben.jpg

La Paloma / Das donnernde Leben

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Ulrich Gumpert
Piano

Günter Baby Sommer
Schlagzeug   

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Zentralquartett

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Ernst-Ludwig Petrowsky
Altsaxophon

 

Conny Bauer
Posaune

 

Ulrich Gumpert
Piano

 

Günter Baby Sommer
Schlagzeug

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Petit Standard

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Vesna Pisarovic
Gesang

Chris Dahlgren
Kontrabass

John Betsch
Schlagzeug

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Rolf Kühn & Joachim Kühn

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Rolf Kühn
Klarinette

 

Joachim Kühn
Piano

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Ornette et Cetera

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Uschi Brüning
Gesang

Ernst-Ludwig Petrowsky
Altsaxophon, Klarinette, Flöte

Jeanfrançois Prins
Gitarre

Michael Griener
Schlagzeug

Adam Pieronczyk

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Adam Pieronczyk

Sopransaxophon   

Christopher Rumble

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Demian Kappenstein
drums, percussion, electronics

DJ Illvibe
turntables, electronics

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Sammeltonium Wunderland

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Jan Heinke
bath tub, cruches, whistle hose, steel poles,
overtone singing, piano frame, wastepipe, didgeridoo

Demian Kappenstein
can, pan, wire, saws, plate, bucket, tank, hose, sirene, carton box, puppet, wok

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Trio Dolce Vita

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Claudio Puntin
Klarinette, Bassklarinette

Jörg Brinkmann
Cello, Electronics

Johannes Fink
Kontrabass

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E. E. Cummings - Erotic Poems

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Christian Brückner
Stimme


Christian Weidner
Altsaxophon

Boom Box

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Thomas Borgmann
Tenor-, Sopran-, Sopraninosaxophon, Harmonica

 

Akira Ando
Kontrabass

 

Willi Kellers
Schlagzeug, Percussion

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Ruf der Heimat

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Thomas Borgmann
Saxophone


Ernst-Ludwig Petrowsky
Saxophone, Klarinette


Christoph Winckel
Kontrabass


Willi Kellers
Schlagzeug, Percussion

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Nautilus

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Hayden Chisholm
Saxophone

 

Jürgen Friedrich
Piano

 

Robert Lucaciu
Kontrabass

 

Philipp Scholz
Schlagzeug

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Quartetto Trionfale -

Peitzer Grand mit Vieren

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Manfred Schoof

Trompete

 

Gianluigi Trovesi

Bassklarinette

 

Barre Phillips

Kontrabass

 

Günter Baby Sommer

Schlagzeug, Percussion

 

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GÜNTER BABY SOMMER &

30 YEARS PERCUSSION STAFF

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Marco Castiglioni

drums, congas, vibraphone, marimba, percussions

 

Francesco D’Auria

drums, hang, water drums, tephonaxli, zufoli a soffietto, percussions

 

Mauro Gnecchi

drums, “armonic flute”, water drums, percussions

 

Pietro Stefanoni

drums, percussions

 

Fausto Tagliabue

trumpet, Flugelhorn, marimba, vibraphone, rocks, zufoli a soffietto, shell, percussions

 

Günter Baby Sommer

drums, percussion

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ROLF KÜHN & JULIA HÜLSMANN

with guests

"Remembering Jutta Hipp"

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Rolf Kühn

Klarinette

 

Julia Hülsmann

Piano

 

Uli Kempendorff

Tenorsaxophon

 

Marc Muellbauer

Kontrabass

 

Christian Lillinger

Schlagzeug

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DIFFERENT STANDARDS

KARL BERGER's 80th BIRTHDAY BAND

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Karl Berger

Piano, Vibraphon

 

Ingrid Sertso

Gesang

 

Nils Wogram

Posaune

 

Carsten Radtke

Gitarre

 

Antonio Borghini

Kontrabass

 

Günter Baby Sommer

Schlagzeug, Percussion

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GULF OF BERLIN

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Gerhard Gschlößl

Posaune, Susafon

 

Gebhard Ullmann

Bassklarinette, Saxophone

 

Johannes Fink

Kontrabass

 

Jan Leipnitz

Schlagzeug

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SONGS FOR KOMMENO

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Savina Yannatou

Stimme

 

Floros Floridis

Sopransaxophon, Klarinette, Bassklarinette

 

Evgenios Voulgaris

Yayli Tanbur, Oud

 

Spilios Kastanis

Kontrabass

 

Günter Baby Sommer

Schlagzeug, Percussion

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ULRICH GUMPERT WORKSHOP BAND &

VIER STIMMEN

„DIE ENGEL - VIER KURZOPERN“

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Jochen Berg / Ulrich Gumpert

Text / Musik

 

Martin Klingeberg

Trompete

 

Christof Thewes

Posaune

 

Michael Thieke

Altsaxophon

 

Henrik Walsdorff

Tenor- & Altsaxophon

 

Uli Kempendorff

Tenorsaxophon

 

Ulrich Gumpert

Piano

 

Jan Roder

Kontrabass

 

Michael Griener

Schlagzeug

 

Grit Diaz de Arce

Stimme

 

Annika Meier

Stimme

 

Amy Green

Stimme

 

Burkard Wehner

Stimme

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LAUER – WESTERGAARD – SMITH

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Johannes Lauer

Posaune

 

Jonas Westergaard

Kontrabass

 

Joe Smith

Schlagzeug

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KARLHEINZ DRECHSEL mit ULF DRECHSEL

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„Zwischen den Strömungen – Karlheinz Drechsel – Mein Leben mit dem Jazz“

Ausschnitte des Buches präsentieren Karlheinz und Ulf Drechsel im Livegespräch